Deutsche haben immer weniger von ihrem Lohn
23.07.2008 | 17:27 Uhr 2008-07-23T17:27:00+0200Berlin. Den Deutschen bleibt nach Steuern immer weniger von ihrem Lohn. Von 100 Euro können sie inzwischen nur noch rund 64 Euro ausgeben. Im Durchschnitt verdienen Arbeitnehmer 3100 Euro vor Steuern. Geschäftsführer liegen bei 93 000 Euro im Schnitt, Friseure bei nur 16 000.
Den Arbeitnehmern in Deutschland bleibt heute weniger Geld von ihrem Bruttolohn übrig als noch vor zehn Jahren. Nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben konnten die Beschäftigten im Jahr 2006 von 100 Euro Bruttolohn noch über durchschnittlich 64,41 Euro netto verfügen. 1995 waren es noch 65,23 Euro, so das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Im Durchschnitt verdienten die Arbeitnehmer 2006 knapp 3100 Euro brutto pro Monat. Netto blieben davon im Schnitt etwas weniger als 2000 Euro übrig.
Groß angelegte Umfrage
Die gestern in Berlin veröffentlichte so genannte „Verdienststrukturerhebung” der amtlichen Statistiker basiert auf einer groß angelegten Umfrage bei 34 000 Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten, die zusammen rund drei Millionen Arbeitnehmer repräsentieren. Aus den Daten geht hervor, dass Geschäftsführer am meisten verdienen, Friseure hingegen am unteren Ende der Verdienstskala rangieren. Den höchsten Bruttojahresverdienst vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer erzielten Geschäftsführer mit durchschnittlich 93 000 Euro. An zweiter Stelle lagen angestellte Rechtsanwälte und Rechtsberater mit gut 82 000 Euro. Ebenfalls hohe Bruttojahresverdienste erzielten Piloten, Unternehmensberater, Ärzte und Chemiker, die alle jeweils mehr als 70 000 Euro brutto im Jahr verdienten.
Friseure am anderen Ende der Verdienstskala hatten im Durchschnitt nur knapp 16 000 Euro zur Verfügung. Gebäudereiniger, Putzkräfte, Hauswirtschaftler und Metzger erzielten bis zu 23 000 Euro.
Verdienste hängen mit Betriebsgröße zusammen
„Hohe Bruttoverdienste gehen häufig auch mit hohen Sonderzahlungen einher”, haben die Statistiker herausgefunden. Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Sonderprämien waren mit 16 000 Euro oder 17 Prozent des Bruttogehalts bei Geschäftsführern am höchsten. Friseure mussten sich mit 2,1 Prozent oder durchschnittlich 337 Euro im Jahr begnügen. Die Jahresverdienste hängen ferner deutlich mit der Betriebsgröße zusammen. So verdienten Arbeitnehmer in kleinen Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten rund 2500 Euro im Monat, in großen Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern lag der Bruttomonatsverdienst im Schnitt bei gut 3600 Euro. (NRZ)
20:48
„ Im Durchschnitt verdienten die Arbeitnehmer 2006 knapp 3100 Euro brutto pro Monat. N
Netto blieben davon im Schnitt etwas weniger als 2000 Euro übrig.“
So heißt es dort.
Nur, wer als Alleinverdienender Single mit 3100 Euro brutto auf seinen Lohnzettel schaut, der muss verblüfft feststellen: „Bei mir sind es nur 1800 Euro, die übrig bleiben.
Wo ist der Rest zu den 2000 Euro?
Vielleicht bei dem alleinverdienenden Familienvater mit zwei Kindern?
Der hat nämlich 2450 Euro inkl. Kindergeld-
Die Deutschen.... von 100 Euro können sie inzwischen nur noch rund 64 Euro ausgeben“ so heißt es dort. Landen 36 Euro etwa im Müll?
Wer gibt sie aus, diese 36 Euro und vor allem wofür?
Und sind 36 Euro, d.h. 36% viel? Schließlich sind darin Steuern enthalten und vor allen Dingen Vorsorgeleistungen: Krankheit, Arbeitslosigkeit, Pflege, Rente.
Es wird der Eindruck erweckt, als würden die Sozialbeiträge wie die Steuern einfach so abgezogen und als würden sie den Arbeitnehmern nicht in Form von Gesundheits- und Altersvorsorge oder im Notfall durch die Arbeitslosenversicherung auch wieder zugutekommen. Die Arbeitnehmer hätten deutlich weniger „Netto“, wenn sie diese Vorsorgeleistungen privat (und damit nicht statistisch erfassbar) finanzieren müssten.
12:55
zu # 15
Welche Alternative schlagen Sie vor?
11:53
Nun man kann dafür sorgen, dass in Zukunft jder noch mehr Steuern und Abgaben zahlen muss. Müssen nur alle die LINKE wählen!
08:57
zu #3
Die neueste Forsa-Studie des Stern hat bei einer Umfrage herausgefunden, dass die CDU, wenn jetzt Wahlen wären, 44% erreichen würde.
Sollte das der Fall sein, wird zwar die SPD nicht mehr der Koalitionspartner der Schwarzen sein, da die CDU ja bereits mit der FDP flirtet. Aber besser wird es für den Bürger dann trotzdem nicht.
Die Merkel wird weiter ihr Spiel mit uns treiben.
01:09
#12 da sind sie, so glaube ich, einfach schlecht informiert worden!!! Mir war allerdings schon immer klar, dass Akademiker von der Berechnung eines Durchschnitts nicht den blassen Schimmer haben ...
20:58
Die Bruttobezüge sind ja immer der blanke Hohn. In meiner Familie gibt es mehrere Akademiker - und nicht nur in Geistes- und Sozialwissenschaften sondern handfeste Technikdiplome. Aber von 3600 im Monat können alle - mich eingeschlossen - nur träumen!
19:07
Ich geh nach Lichtenstein und wenn die Steuer bei mir vorfährt,hohle ich mal eben 2 Millionen aus dem Pappkarton in meiner Garage und alles wird gut.
18:59
Als Durchschnittsverdiener muss man mitlerweile wenn der Ehepartner mitarbeitet nicht nur Steuern nachzahlen sondern auch vorauszahlen. Wenn dann mal ein paar tausend Euro für Zahnersatz fällig werden ist man am Ende.Also,Mut zur Lücke!
18:23
Nur bei den Abgaben des abhängig Beschäftigten ist Geiz nicht Geil......
18:18
Wohl dem der Arbeit hat. Die hohen Energiepreise müssen ALLE zahlen. Dei Dummen sind die Rentner.