Der Tag, der die Niederlande für immer veränderte
02.11.2009 | 07:53 Uhr 2009-11-02T07:53:00+0100
Amsterdam. Vor fünf Jahren ermordete ein fanatischer Islamist den niederländischen Filmemacher Theo van Gogh. Seitdem haben sich die Niederlande von Grund auf verändert. Angst, Sicherheitswahn und erregte Debatten über den Islam prägen das Land.
"Gnade, Gnade", flehte Theo van Gogh am 2. November 2004. Doch sein Mörder kannte keine Gnade. Erst streckte er den niederländischen Filmemacher und Journalisten Theo van Gogh mit fünf Pistolenschüssen nieder. Als Van Gogh dann blutend auf der Amsterdamer Linneaustraat lag, stach er zu. Es war kurz vor neun Uhr morgens. Der Mörder Mohamed Bouyeri, ein islamischer Terrorist, beugte sich über den bereits schwer verwundeten Theo van Gogh. Er schnitt ihm nach einem alten islamischen Ritual mit einem Dolch die Kehle durch. Dann stach er Theo van Gogh noch ein Messer ins Herz und hinterließ ein Schreiben auf der Leiche, indem er weitere Morde ankündigte. Keine Gnade für Theo van Gogh, weil der es gewagt hatte in einem Film die Unterdrückung der Frauen im Islam zu kritisieren.
Der Mord hat die politische Landschaft verändert
Am heutigen Montag ist es fünf Jahre her, dass der niederländische Filmemacher Theo van Gogh auf grausame Weise in Amsterdam geschächtet wurde. Der Mörder Mohamed Bouyeri wurde schnell gefasst. Er verbüßt nun eine lebenslange Haftstrafe.
Doch der Mord an Theo van Gogh hat tiefe Wunden geschlagen und er hatte und hat bis heute die politische Landschaft in den Niederlanden grundlegend verändert.
Die Kritik am fundamentalistischen Islam, die Theo van Gogh zusammen mit der aus Somalien stammenden niederländischen Politikerin Ayaan Hirsi Ali in dem von van Gogh gedrehten Film "Submission" (Unterwerfung) formuliert hatte, sie wird heute von dem rechtspopulistischen Politiker Geert Wilders noch härter und noch viel schärfer formuliert als Theo van Gogh und Hirsi Ali das einst taten. Wilders ist in dieser Hinsicht der politische Erbe von van Gogh.
Der kometenhafte Aufstieg des Geert Wilders und der von ihm gegründeten "Partei der Freiheit" (PVV) ist ohne den Mord an Theo van Gogh undenkbar. Durch den von einem Islamisten verübten Mord an Van Gogh ist Holland seither nach rechts gerückt. Und dieser Trend weg von der politischen Mitte hin zu extremen rechts- aber auch linksgerichteten politischen Parteien hält bis heute an. Slogans wie "Stoppt die Islamisierung des Landes" oder "Schließt alle Moscheen" sind heute in den Niederlanden überall salonfähig. Eine große Mehrheit der Bevölkerung unterstützt sie. Der Mord an Theo van Gogh aber auch der Mord an dem Populisten Pim Fortuyn am 6. Mai 2002 haben das Land der Tulpen und Windmühlen grundlegend verändert.
In Holland geht die Angst um
Im einst so toleranten Holland geht seither die Angst um. Morddrohungen an Politiker und Journalisten sind an der Tagesordnung. "Van bang naar nog banger" – von ängstlich hin zu noch mehr Angst, beschreibt die Amsterdamer Zeitung "de Volkskrant" diesen Prozess, der einen in den Niederlanden bis vor fünf Jahren noch nie gekannten "Sicherheitswahn" ausgelöst hat. So wurde eine neue "Anti-Terrorbehörde" (NCTB) gegründet. So wurden für viele Minister gepanzerte Limousinen bestellt, während Haager Regierungschefs wie weiland Wim Kok oder Ruud Lubbers in den 90iger Jahren noch mit dem Fahrrad ohne Personenschutz ins Haager Regierungsviertel radeln konnten, wenn sie das wollten.
Der Tonfall in der öffentlichen Debatte ist härter geworden. Sogar im Haager Parlament, wo unter den Abgeordneten nun Verbalinjurien während der Debatten gegenüber dem politischen Gegner zur Tagesordnung geworden sind. Das war vor zehn Jahren undenkbar. "Die gesamte Debatte über den Islam und die innere Sicherheit hat unser Land völlig verändert. Wir sind heute auf der Hut vor Scharia-Gerichten, die islamisches Recht in unserem Rechtstaat sprechen wollen, was gesetzeswidrig ist. Alles, was mit dem Islam zu tun hat, wird nun unter die Lupe gelegt", stellt Asbeek Brusse, Direktor des "Wissenschaftlichen Rates für die Regierungspolitik" (WRR) fest.
Gegenreaktion von Muslimen
Andererseits aber habe die heftige Islamkritik in den Niederlanden auch eine Gegenreaktion unter den Muslimen ausgelöst. "Proud to be Muslim" (Stolz Muslim zu sein), heißt eine Bewegung, die sich seither formiert hat und die die islamische Religion in den Niederlanden nun aktiv und aggressiv verbreiten will.
Die gesellschaftspolitische Polarisation, die der Mord an Theo van Gogh vor fünf Jahren in Holland auslöste, setzt sich fort. Sie vertieft die Kluft zwischen Muslimen und Andersgläubigen weiter. Für Holland ist der 2. November 2004 daher ein historischer Tag.
15:50
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09:51
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08:22
Holland war früher ein bewundernswert offenes und freies Land, in dem Multikulti vorbildhaft umgesetzt wurde. Mich erstaunte die Offenheit der Menschen, die man an ihren Wohnungen ablesen konnte, wo man im Vorbeigehen durch riesige Wohnzimmerfenster durchschauen konnte. Ich dachte, die müssen sich frei und stolz fühlen.
Aber wie überall auf der Welt brach dies zusammen als massenhaft muslimische Einwanderer kamen in der Absicht, das Land zu übernehmen und auszubeuten .
Wo immer Muslime in ausreichender Zahl vorhanden sind, fangen sie an, zu fordern und beleidigt zu sein und sich diskriminiert zu fühlen.
Sie bilden Gegengesellschaften und terrorisieren Christen und Juden, die Zahl der Überfälle, Ehrenmorde, Vergewaltigungen und brutalen Gewalttaten schießt in die Höhe. Aber natürlich ist die Gastgeber-Gesellschaft schuld, weil sie nicht genug für die Integration getan hat.!
Der brutale Schlächter Mohammed ( damit meine ich den Mörder van Goghs) war kein Einzeltäter, sondern nur Ausführender des Attentats. Wurde eine Fatwa gegen ihn erlassen, wurde er aus dem Islam ausgeschlossen oder sonstwie geächtet?
Im Gegenteil gilt er als Held und Vorbild für die Rechtgläubigen und wenn das Land erfolgreich muslimifiziert ist, bekommt er ein Denkmal und Schulen werden nach ihm benannt.
Wie kam van Gogh überhaupt dazu, Muslime als Ziegenficker zu bezeichnen? Informieren Sie sich doch einfach über die kulturellen Bräuche in islamischen Ländern und lesen Sie Khomeinis Statement , was mit einem sexuell mißbrauchten Tier anschließend zu geschehen hat.
Wie schrecklich bei uns Immigranten diskriminiert werden, sieht man an Minister Rösler und Grünenchef Özdemir.
Eine zurückgebliebene mittelalterliche faschistische Gewaltideologie darf in Europa nicht Fuß fassen.
Um mit Adenauer zu sprechen:
Wir wählen die Freiheit!
01:56
Wundervoll - ich liebe Geert Wilders.
Ein Mann mit Verstand - mit Herz - mit Mut.
Er spricht als einer von wenigen aus was uns droht.
Nachdem wir Faschismus und Sozialismus überwunden haben kommt der Islamofaschismus, der sich seit Jahrzehnten mehr oder weniger unbemerkt in unseren freiheitlichen Ländern verbreitet hat, zum Vorschein.
Unsere Werte, unsere Demokratie und unsere Freiheit sind durch den Islam in Europa bedroht, denn der Islam ist keine Religion, sondern ein faschistoides Weltbild mit Allmachtanspruch.
Aufklärung hat im Islam niemals stattgefunden. Gleichberechtigung von Mann und Frau schließt er aus. Andersgläubige gebietet er zu meiden oder zu töten.
Ich bin unter allen Umständen für Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit. Aber wir dürfen nicht leugnen dass es Meinungen und Religionen gibt, die uns böse gesonnen sind. Der heutige Islam gehört leider dazu.
00:25
Fatih, natürlich sind es immer die anderen. Und wenn nicht gerade Juden und Amerikaner in der Nähe sind, sind eben auch die Holländer schuld.
21:32
#5 von fatih
Es gehört einiges an Frechheit dazu, den rechtsliberalen Pim Fortuyn mit furchtbaren Antisemiten wie Front National und NPD in einen Topf zu werfen.
Ausländer raus war bestimmt keine Parole, der sich Herr Fortuyn jemals angenommen hat.
18:44
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18:02
fatih,
wer sich anstrengt und sich integrieren will, wird in Deutschland nicht ausgegrenzt. Millionen erfolgreicher Zuwanderer-Biographien in den letzten Jahrzehnten belegen das. Aber es gibt eine zu große Anzahl Zuwanderer, die sich nicht integrieren will, sondern - oft unter Inanspruchnahme staalicher Zuwendungen - sich hier in einer Parallelgesellschaft einrichten will.
Das geht so nicht und wir dürfen davor weder die Augen verschließen noch dazu schweigen.
18:00
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17:36
@12 Sagte der Deutsche und fragte den Ausländer wie sieht es bei dir damit aus?