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Debatte um Alkoholverbot im Zug

19.10.2009 | 18:46 Uhr

Bahn aufgeschlossen - aber nur im Nahverkehr. Bedenken beim VRR

Was bringt ein Alkoholverbot in Zügen? Losgetreten hat die Debatte der Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg. „Es muss über ein Verkaufsverbot von Alkohol an Bahnhöfen, wenn zum Beispiel Fußballchaoten zu den Spielen unterwegs sind, nachgedacht werden”, sagte der GdP-Chef in der „Bild”-Zeitung.

Bei der Bahn in NRW stößt diese Idee zumindest teilweise auf Gegenliebe: Für den Fernverkehr komme diese Option zwar nicht infrage, betonte NRW-Bahnsprecher Udo Kampschulte im NRZ-Gespräch; an Bord von Regionalzügen und S-Bahnen sei jedoch ein Alkoholverbot durchaus denkbar.

Nun seien die Verkehrsverbünde am Zug, entsprechende Vorgaben zu machen. Dort allerdings heißt es gleich: Die Verkehrsunternehmen haben Hausrecht und damit selber zu entscheiden, ob sie Alkohol an Bord verbieten wollen.

Zurzeit gilt in Bussen und Bahnen der Düsseldorfer Rheinbahn, der Kölner KVB sowie mehrerer Betriebe im östlichen Ruhrgebiet ein generelles Verbot, Speisen und Getränke mitzubringen. Weitergehende Pläne gebe es im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) nicht, sagt Sprecher Lars Wagner und verweist zudem auf das Problem der effektiven Kontrolle eines Verbots.

Andernorts wird schon gehandelt. Als erste Bahngesellschaft wird die norddeutsche „metronom”-Eisenbahngesellschaft zum 15. November Hochprozentiges in ihren Zügen untersagen. „Züge sind keine Kneipen”, stellt Unternehmenssprecherin Tatjana Festerling fest. Stammkunden hätten sich am Wochenende nicht mehr in die Züge getraut, weil dort insbesondere wegen anreisender Fußballfans der Alkohol in Strömen floss. Demnächst drohen 40 Euro Strafe oder der Rauswurf, wenn ein Ertappter sich widersetzt. Dazu werde eigens ein Sicherheitsdienst engagiert.

Michael MINHOLZ

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Kommentare
20.10.2009
09:08
Debatte um Alkoholverbot im Zug
von theRebel | #1

Alles dummes Zeug, weg mit diesen gesellschaftlichen anerkannten Drogen und die Probleme hören auf. man muss es nur wollen und nicht immer vor irgendwelchen Lobbyisten einbrechen. Diese argumentieren nur mit dem Erhalt von Arbeitsplätzen, um ihre Gewinne weiter einzufahren, die Menschen sind denen doch völlig egal.

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