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Das E-Book-Gespenst

12.03.2009 | 20:22 Uhr

Wahn und Wirklichkeit auf dem Buchmarkt: Das handliche Bildschirmbuch drängt auf der Leipziger Messe mit Macht auf den Markt.

Erst die Musikindustrie, jetzt die Buchbranche? In den Verlagen geht ein Gespenst um: Man wähnt sich als nächstes Opfer des Raubkopierens im Digital-Zeitalter, mit desaströsen Umsatzeinbrüchen wie bei der Popmusik, die sich bis heute nicht vom Schlag ins Kontor durch die Internet-Musiktauschbörsen erholt hat.

Das E-Book, das handliche Bildschirmbuch, drängt jetzt bei der Leipziger Buchmesse mit Macht auf den Markt, weil Internet-Multis wie Amazon und Google, aber auch Elektronik-Riesen und Buch-Großhandel darin ein Geschäftsfeld erkannt haben. Noch aber sind die Buchbildschirme nicht spiegelfrei, noch ist die Bedienung der E-Books kompliziert und gewöhnungsbedürftig. Doch schon jetzt haben die deutschen Verlage auf ihrer Internet-Plattform „Libreka” 100 000 Bücher ins Netz gestellt, um sie dort als Datei fürs E-Buch zu verkaufen.

Denn zurzeit ist die Gewinnspanne beim E-Book durch wegfallende Papier-, Druck- und Transportkosten noch größer als beim gedruckten Buch – die Preise könnten viel niedriger liegen. Davon lenken Gespenster nur unnötig ab.

Jens Dirksen

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