Das aktuelle Wetter NRW 17°C
Politisches Forum Ruhr

CO2-Pipeline: RWE weist Kritik zurück

01.09.2008 | 22:37 Uhr

Essen. Konzernchef Jürgen Großmann hat „wenig Verständnis für regionale Bedenkenträger”. SPD in Kiel warnt vor „Kohlendioxid-Müllkippe”.

Die Kritik an den RWE-Plänen, eine Pipeline für Kohlendioxid (CO2) vom Rheinischen Braunkohlerevier bis nach Schleswig-Holstein zu bauen, hat Konzernchef Jürgen Großmann zurückgewiesen. „Ich habe wenig Verständnis für regionale Bedenkenträger, die schon kritisieren, bevor die ersten Spatenstiche getätigt wurden”, sagte der RWE-Vorstandsvorsitzende am Abend bei einer Veranstaltung des Politischen Forums Ruhr in Essen.

Am Freitag hatte RWE angekündigt, 2014 in Hürth ein Kraftwerk in Betrieb nehmen zu wollen, bei dem das CO2 aus den Abgasen gefiltert und in Schleswig-Holstein unterirdisch gespeichert werden soll. Kritiker warnen hingegen vor den Gefahren des unsichtbaren und geruchlosen Gases.

Am Montag stellte sich auch die SPD im Kieler Landtag gegen die Pläne: „Unser Land ist nicht die Kohlendioxid-Müllkippe Deutschlands.”, sagte der energiepolitische Sprecher, Olaf Schulze. Die SPD im Düsseldorfer Landtag forderte einen Bericht der Landesregierung zu den Plänen. Höchste Priorität müsse die Klärung bei der Sicherheitsfragen bei Transport und Lagerung haben, sagte SPD-Fraktionsvize Norbert Römer.

Großmann nannte das geplante Braunkohle-Kraftwerk „ein Projekt von nationaler Bedeutung”. Die Technik der CO2-Abscheidung „kann und wird ein Export-Schlager werden.” (NRZ)

Die Quadratur des Strom-Kreises

Thomas Rünker

Facebook
 
Kommentare
02.09.2008
18:41
CO2-Pipeline: RWE weist Kritik zurück
von Heinrich Schumacher | #6

Schade, dass die Diskussion nicht auf der Basis der heutigen Erkenntnisse geführt wird. Hauptsache wir verfallen bei jeder Gelegenheit in hektischen Aktivismus. Da kann man auch gern mal CO mit CO2 in einen Topf werfen.

02.09.2008
16:16
CO2-Pipeline: RWE weist Kritik zurück
von Meinungsfuchs | #5

Es ist schon bedenklich in einer Demokratie wenn Herr Großmann wenig Verständnis für regionale Bedenkenträger und Bürger entwickelt, die die Energiekonzerne kritisieren, bevor die ersten Spatenstiche bzw. mit dem Bau begonnen wurde.

Soll es etwa so laufen wie bei der von der Landesregierung geförderten CO Leitung der Firma Bayer?
Das war nicht demokratisch sondern diktatorisch.

02.09.2008
12:27
CO2-Pipeline: RWE weist Kritik zurück
von Siegen | #4

Herr Großmann hat ausschließlich Verständnis für sein Bankkonto. Alles andere scheint diesem Herrn recht gleichgültig zu sein.

02.09.2008
08:59
CO2-Pipeline: RWE weist Kritik zurück
von vantast | #3

So,so, Herr Großmann hat wenig Verständnis für die Einwendungen der Kritiker. Da fragt man sich doch, ob dies Mann denn nichts von den Gefahren versteht?

02.09.2008
07:36
CO2-Pipeline: RWE weist Kritik zurück
von ulrics | #2

CO2 ist klimawirksam. Das ist nachgewiesen. Steigert den Treibhauseffekt und das einlagern ist ja nicht mal ine schlchte Sache aber vollkommend nicht zielführend. Vermeidung von unnötigen Energieverbrauch könnte wesentlich mehr bewirken. Und CO2 Endlagern kann man nicht egal was mir jemand aus der Industrie erzählen will. Irgendwann kommt es an die Oberfläche und dann gibt es Probleme.

02.09.2008
00:11
CO2-Pipeline: RWE weist Kritik zurück
von Alois-Egon | #1

Wie man mit dem geruchlosen und ungiftigen CO2 Geld machen kann, haben uns unsere Politiker mit Einführung der CO2-Zertifkate schon gezeigt. Man braucht nur ein Horrorszenario a la Al Gore, die Schuld dafür den Menschen geben und schon sind die Massen willig zu lenken. Auch mit vielen Projekten zur Reduzierung und Vermeidung von CO2 sind schon Milliarden verdient worden. Bezahlt wurde und wird das alles von uns Steuerzahlern und Verbraucher.
Mit welcher Abgebrühtheit sowohl die Politiker wie auch die Wirtschaftsbosse immer noch auf dieser Klimahysterie-Welle reiten ist unglaublich. Dank der deutschen Medien ist natürlich noch der allergrößte Teil der Bevölkerung weiter falsch informiert, aber immer mehr Wissenschaftler widerlegen die These von der Klimawirksamkeit des CO2 und selbst die Natur schert sich seit 10 Jahren einen feuchten Kehrricht um die Prognosen unserer Klimajünger. Es will ums Verrecken einfach nicht mehr wärmer werden, wobei doch der CO2-Gehalt weiter gestiegen ist.
Wie lange braucht es noch, bis die Politik die Milliarden nicht aufgrund mehr als zweifelhafter Prognosen für unser Klima in 100 Jahren, sondern für wesentlich wichtigere Aufgaben der Gegenwart in der Welt ausgibt?

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/1026340/create

Umfrage

Hat Schweden zurecht den ESC gewonnen?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Wohngemeinschaft
Bildgalerie
Tag der Begegnung
Deutsche Meisterschaften imTrapolinturnen
Bildgalerie
Fotostrecke
Oktoberfest in Emmerich
Bildgalerie
Fotostrecke
Stadtfest
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Präses Schneider: Gott will keinen Krieg
Video
Afghanistan-Debatte
Der Präses der Evangelischen Kirche im Video
Diether Posser - ein Anwalt der Humanität ist tot
Nachruf
Essen. 24 Jahre war er Landtagsabgeordneter, drei NRW-Landesregierungen gehörte er als Minister an. Ende der siebziger Jahre wäre er beinahe Ministerpräsident geworden. Am Samstag ist der Essener SPD-Politiker Diether Posser mit 87 Jahren in einem Pflegeheim gestorben.