Burka ausziehen, oder es gibt kein Geld
29.09.2009 | 15:31 Uhr 2009-09-29T15:31:00+0200
Muslimin in den Niederlanden, die wegen des umstrittenen Kleidungsstücks keine Arbeit findet, wird die Unterstützung gestrichen.
Muslimische Frauen, die eine Burka tragen und deshalb keine Arbeit finden, können künftig in den Niederlanden weder mit Arbeitslosengeld noch mit Sozialhilfe rechnen. ,,Die Burka ausziehen oder es gibt keine staatliche Unterstützung mehr, lautet die neue Politik in den Niederlanden. Sie wird in Utrecht und Amsterdam bereits praktiziert. Im Haager Parlament will der niederländische Minister für Integration und Ausländerfragen Eberhard van der Laan in Kürze einen entsprechenden Gesetzesentwurf einbringen. Er wird die Mehrheit der im Parlament vertretenen Parteien finden, da sich von Christ- bis Sozialdemokraten, Liberalen und sogar von den Sozialisten der SP inzwischen eine große Parlamentsmehrheit für ein Burka-Verbot am Arbeitsplatz oder in der Schule ausgesprochen hat.
Kehrtwende auch in Amsterdam
Bemerkenswert ist, dass sich nun auch die Stadt Amsterdam dem Burka-Verbot anschließt. Bürgermeister Job Cohen machte eine große Kehrtwende und findet das Burka-Verbot am Arbeitsplatz plötzlich ,,eine gute Idee. Er, aber auch die sozialdemokratische Partei der Arbeit (PvdA), hatten vor einigen Jahren noch ganz anders geredet. Sie hatten einst Verständnis dafür, wenn muslimische Frauen die den ganzen Körper und das Gesicht verhüllende Burka trugen.
Verständnis für die ,,Lex Burka bringen sogar viele liberale Muslime auf. ,,Wir sind glücklich darüber, dass in diesem Land Religionsfreiheit herrscht und wir unsere Religion frei leben können. Wenn es jedoch so ist, dass das Tragen einer Burka zur Arbeitslosigkeit führt, dann kann es nicht so sein, dass die Gesellschaft die Arbeitslosigkeit einer Burkaträgerin finanziert, sagt Rasit Bal, Vorsitzendender des Kontaktorgans ,,Muslime und Staat (CMO).
Im Flamen gilt Regelung auch für das Kopftuch
Die in den Niederlanden oppositionellen Liberalen von der VVD verlangen von der christlich-sozialen Haager Regierung sogar, das neue Gesetz so weit zu fassen, dass das Tragen einer Gesichtsbedeckung grundsätzlich verboten wird. Auch in Den Haag ist das Tragen einer Burka in öffentlichen Gebäuden oder in Zügen und in der Straßenbahn inzwischen bereits nicht mehr erlaubt.
Allerdings will man in den Niederlanden bisher noch nicht so weit gehen wie im flämischen Teil Belgiens. Dort wurde von der flämischen Regionalregierung gerade das Tragen eines Kopftuches für muslimische Mädchen an allen 700 Schulen Flanderns verboten. NRZ
22:14
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
17:38
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
19:10
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
15:12
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
22:14
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
19:10
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
13:01
Gibt ja doch noch normale Leute!
07:16
Ein BRAVO an Holland.