Bundeskartellamt untersucht Absprachen beim Wurstpreis
29.08.2009 | 11:43 Uhr 2009-08-29T11:43:00+0200
Essen. Das Bundeskartellamt rückt Fleischverarbeitern auf die Pelle. Es bestehe der Verdacht, dass es zwischen 2003 und 2008 Preisabsprachen bei der Wurst gegeben hat. Aus ermittlungstaktischen Gründen will die Behörde noch nichts über den wirtschaftlichen Schaden.
Sie haben Getreidemühlen durchsucht, die Milchproduzenten unter die Lupe genommen und Schokoladenhersteller sowie Kaffeeröster – doch jetzt geht's dem Bundeskartellamt um die Wurst: 19 Wurstwarenhersteller im Bundesgebiet bekamen Ende Juli zeitgleich Besuch von 41 Wettbewerbshütern, die Unterlagen und Datenträger sicherstellten.
Behörde untersucht mögliche Preisabsprachen
Es bestehe der Verdacht, dass es zwischen 2003 und 2008 zu Preisabsprachen gekommen ist, so die Kartellbehörde. Unter den Betrieben sind nach einem Bericht der Lebensmittelzeitung prominente Namen wie Stockmeyer, Rügenwalder Mühle, Nölke, Metten oder Wiltmann. Auch die Nestle´-Tochter Herta wurde durchsucht. Bei der Branchengröße Zimbo hüllte man sich gestern in Schweigen. „Kein Kommentar” war der einzige Kommentar.
Das Kartellamt, als Ermittlungsbehörde mit ähnlichen Befugnissen ausgestattet wie eine Staatsanwaltschaft, will aus ermittlungstaktischen Gründen nichts zur möglichen Höhe des wirtschaftlichen Schadens sagen – oder bei welchen Produkten der Anfangsverdacht auf Preisabsprachen aufkeimte. So viel lässt sich Pressesprecher Kay Weidner entlocken: Es könne sein, dass durch die Ermittlungen bei Milch, Mehl, Kaffee und Schokolade Nachbarbranchen nervös werden – und es gibt eine Kronzeugenregelung: Wer dem Kartellamt Tipps gibt, kann bei Verhängung eines Bußgeldes auf Milde hoffen – sonst können den Unternehmen Strafen bis zu zehn Prozent des Vorjahresumsatzes auferlegt werden.
Marktanteil von 10 bis 15 Prozent
Nach Einschätzung des Geschäftsführers des Bundesverbandes der deutschen Fleischwarenindustrie, Joachim Wiegner, wird es dazu allerdings gar nicht kommen. „Wir erwarten da nichts.” Die jetzt namentlich bekanntgewordenen Firmen hätten zusammen einen Marktanteil von etwa zehn bis 15 Prozent. Insgesamt gebe es über 300 Wurstwarenhersteller im Land – da seien Preisabsprachen kaum möglich, zumal den Herstellern die Einkaufsmacht von nur einer Handvoll marktbeherrschender Lebensmittelketten gegenüberstehe.
Auch im Branchenblatt „Lebensmittelzeitung” ist man geneigt, Preiserhöhungen in einem engen Zeitfenster mit der „Regenschirmtheorie” zu erklären: Wird das Fleisch teurer, erhöhen die Wursthersteller nahezu zeitgleich die Preise – genauso wie die Menschen gleichzeitig ihre Schirme aufspannen, wenn es regnet.
Fürs Kartellamt widerspricht Kay Wiedner vorsorglich etwaigen Verdächtigungen, man schiele vor allem auf die Hersteller. Die Fusion von Edeka und Tengelmann beispielsweise habe man ja nur unter Auflagen genehmigt. Und erst vor vier Monaten habe man die Edeka-Zentrale durchsucht, wegen des Verdachts den Lebensmittelproduzenten die Preise diktiert zu haben.
17:13
Toller Geistesblitz Kuba, wirklich.
12:20
Wurscht ,das war ihr letztes Wort .
Denn in einer banana republika ist schließlich alles
für die Wurscht.
11:30
Super! Preisabsprachen bei der Wurst! Und, warum reden wir nicht von den Preisabsprachen bei Sprit, Strom und Gas etc.? Achso, weil der Staat da fleißiger mit dran verdient! Das ist ein WItz! Das Kartellamt können sie sich echt in die Haare schmieren!
10:55
na wenn die damen und herren da im amt nichts besseres zu tun haben. wurst hat wohl keine lobby wie gas, strom und benzin.
08:21
Total falscher Ansatz.
Die Einkäufer der großen Lebensmittelmarktketten
bestimmen die Preise.
01:57
Wenn die Werbung teurer ist als das produzieren von Würstchen, siehe die armen Würstchen Kerner und Bohlen...
23:10
Toll, das Kartellamt hat Preisabsprachen aus dem Jahre 2003 entdeckt. Klasse, weiter so. Was bin ich froh, dass wir so gute Menschen von unseren Steuergeldern finanzieren.
22:38
Alles wurscht
22:31
Die Untersuchungen werden eh wieder ins nichts führen, da keiner sich mit den anderen abspricht sondern einfach nur die Preise abguckt und dementsprechend anpasst! Also sind die ermittlungen des Kartellamtes eh wieder so gut wie überflüssig!
22:00
wie ist es bei den metro lebensmittelmarkt real.
es gab zig tip produkte.viele verschwanden durch real quality.ist nur teurer.
adressen auf beiden marken sin gleich.