ARD zettelt völlig sinnloses Krimi-Duell an
10.07.2009 | 18:55 Uhr 2009-07-10T18:55:00+0200
Die neue Reihe "Irene Huss, Kripo Göteborg" läuft parallel zum ZDF-Sonntagabendkrimi "Pieter Aspe - Mord in Brügge".
Was haben eine zuschauerfreundliche Programmplanung und die ARD miteinander zu tun? So wenig wie ein Sack Reis mit einer Raumfähre. Und warum das so ist, das stellt das Erste an diesem Sonntagabend selbst deutlich und eindeutig unter Beweis.
Als wäre es nicht schon peinlich und Hohn genug, zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr einen erst zwei Jahre alten „Tatort” noch einmal aufzutischen, macht die ARD jetzt wieder einmal den ZDF-Kultkrimis am späten Sonntagabend Konkurrenz - mit Krimis. Weil ARD-Talkerin Anne Will im Urlaub ist und damit Sendetermine frei wurden.
Wer erwartet hätte, dass im Ersten statt Will nun vielleicht eine politische Dokumentation gezeigt würde oder ein wie auch immer geartetes Kontrastprogramm zum etablierten Krimitermin der Mainzer - der irrt gewaltig. 15 Minuten bevor im Zweiten „Pieter Aspe - Mord in Brügge” startet, steckt die ARD nun sonntags um 21.45 Uhr den Schweden-Krimi „Irene Huss, Kripo Göteborg” ins Programm.
Neuer Krimi gegen neuen Krimi - und das, während es sonst im Programm nur so wimmelt von Wiederholungen. Das ist ein völlig sinnloses TV-Duell, ein rücksichtsloser Konkurrenzkampf auf Kosten der Gebührenzahler.
Mit Programmplanung für den Zuschauer haben solche ARD-Entscheidungen jedenfalls nichts zu tun. Die richten sich gegen ihn.

01:32
Aber dafür immer auf allen öffentlich Rechtlichen gleichzeitige Live-Übertragungen! Das wird von den Zusehern gewünscht... (Gebühren: Schmeiß weg!!!!)
19:03
Solange es Zwangsgebühren gibt, können die sogn. Öffentlich Rechtlichen doch machen was sie wollen.