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Am Montag beginnt die Schule

11.08.2009 | 18:11 Uhr

Trotz Schweinegrippe: Sommerferien werden in NRW nicht verlängert. Auch Kindergärten offen

Düsseldorf. Die 2,8 Millionen Schüler in NRW müssen trotz Schweinegrippe am kommenden Montag wieder zur Schule – die Sommerferien werden nicht verlängert. Auch der Betrieb von Kindergärten ist derzeit nicht gefährdet. Mit seiner Entscheidung folgte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der einmütigen Empfehlung einer Experten-Kommission. Nach dem Verlauf der Krankheit in NRW wäre ein späterer Schulstart, wie es hieß, „nicht sinnvoll, nicht erfolgsversprechend und unverhältnismäßig”.

 Einzelne Schulen können notfalls in Absprache mit dem Gesundheitsamt vorübergend geschlossen werden. Konkrete Hinweise gibt es bisher aber nicht. Laumann verwies darauf, dass die Zahl der offiziell gemeldeten Infektionsfälle seit Tagen rückläufig sei. Über das Wochende erkrankten landesweit 127 Personen, nachdem der Spitzenwert pro Tag 240 betragen hatte. Außerdem seien in jedem zweiten Fall 18- bis 22-Jährige von der Schweinegrippe betroffen, die typische Altersgruppe der Schüler dagegen nur zu 25 %.

Laumann folgte seinen Experten

 Nach der Statistik ist das Ansteckungsrisiko bei Kindern im Vorschulalter noch geringer. Bei ihrem Votum für ein pünktliches Ferienende hatten Wissenschaftler und Praktiker auch berücksichtigt, dass ein verzögerter Schulbeginn viele berufstätige Eltern vor erhebliche Probleme bei der Betreuung ihrer Kinder gestellt hätte. Längere Ferien könnten außerdem nicht verhindern, dass sich Schüler privat treffen, so Laumann. „Die Schule bleibt aber ein sensibler Übertragungsort, den wir im Auge behalten müssen”.

 Gründliche Hygiene sei der beste Schutz. Laumann forderte die Schulträger erneut auf, ausreichend Seife und Papierhandtücher zur Verfügung zu stellen. Lehrer sollten die notwendigen Maßnahmen in den ersten Schultagen im Unterricht ansprechen. Wer regelmäßig die Hände wasche, sein Trinkgefäß allein benutze und Mitschüler nicht anhuste, verhalte sich richtig, um einer Ansteckung vorzubeugen. Wer dennoch erkrankt sei, solle auf jeden Fall daheim bleiben. Schwangeren Lehrerinnen und Schülerinnen riet Laumann, bei einem Ansteckungsfall in der Klasse eine Woche lang die Schule zu meiden.

Theo Schumacher

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