Alles auf Rot
21.10.2007 | 18:11 Uhr 2007-10-21T18:11:00+0200
Neulich rief mich Ingo an, mein Ansprechpartner bei der Heimat am Niederrhein für diese Kolumne. Er sagte, der Titel dieser Ausgabe sei: "Alles auf Rot".
Und weiter: Ich könne ja etwas über meine Haarfarbe schreiben. Das hat mich geschockt! Wie kommt der auf die Idee, ich hätte rote Haare? Ich will keine roten Haare haben! Habe ich rote Haare? Und wenn ja, wo kommen die her?
Als kleines Mädchen war ich strohblond, dann dunkelblond, es folgte die Pubertätssünde "Stinktierfrisur" - erblondete Strähne mitten auf dem Kopf. Später, okay, da gab´s ein paar Tönungen in Richtung kupferfarben, dunkelrot, vielleicht auch ein bisschen orange. Aber das ist Jahre her!
Ich habe nach dem Hinweis von Ingo in den Spiegel geguckt. Da ist nichts Rotes. Dann habe ich Fotos von mir gesehen. Da waren die Haare echt ein bisschen rot. Seitdem denke ich darüber nach. Kann eine Tönung, die laut Packung zehn Haarwäschen hält, auch zehn Jahre halten? Und immer wieder nachwachsen?
Ich bin nach diesem Hinweis jedenfalls wieder zum Friseur gegangen. Habe die Haare tönen lassen. Dunkelbraun. Sieht gut aus. Kein Hauch von rot. Aber: Kaum scheint mir eine Lampe auf den Kopf, ist es wieder da! Dieses doofe Rot, das ich nicht will.
Nie war ich eine Frau mit Frisurproblemen, nie habe ich einen Hype aus Friseurgängen gemacht, aber seit ich mit Ingo gesprochen habe ist das anders. Ich sehe rot. Thema getroffen. Danke, Ingo! Du Frauenversteher.
Anmerkung: Ach Steffi, nicht verzagen. Nach einer Studie sind Menschen, die von Natur aus rothaarig sind, bis 2100 ausgestorben. Du bist also etwas ganz Besonderes. Lieber Gruß, Ingo :-)
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