Weiter Respekt verschaffen
IG BISS stellte sich auf der ersten Versammlung der Öffentlichkeit vor. Offiziell eingetragen als Verein ist die Gruppe immer noch nicht
Millingen. Offiziell eingetragen als Verein ist die IG BISS immer noch nicht. Für Aufsehen hatte die „Interessengemeinschaft Betuwe-Initiative-Sicherheit-siedlungsfern“ mit einem kritischen Flugblatt in den letzten Wochen aber auch ohne das bald wohl obligatorische „e.V.“ im Namen schon gesorgt. (die NRZ berichtete) Und so geizten auf der allerersten Versammlung nach der Gründung einige Verantwortliche auch nicht mit Kritik an der Kommunalpolitik, der „Betuwe-So Nicht!“- Initiative und vor allem der Bahn.
Lange diskutierten die rund 50 Anwesenden im Saal Pamer in Millingen jedenfalls darüber, wie, ob und vor allem von wem in den letzten Jahren nicht rechtzeitig die Bürger über die Folgen der Betuwe-Linie aufgeklärt wurden. „Die Bahn legt uns bei diesem Jahrtausendbauwerk falsche Zahlen und Fakten vor“, verlautete es nicht zum ersten Mal aus dem Plenum. Hanspeter Zabel, zuständig im Vorstand für die Öffentlichkeitsarbeit, kritisierte „Betuwe-So Nicht!“-Vorsitzender Norbert Gies: „Auch wenn er sagt, das wäre unrealistisch, werden irgendwann 450 Züge am Tag fahren.“ Beisitzer Dr. Frank Apfel gab sich zurückhaltender: „Es ist der falsche Weg in der Vergangenheit zu graben. Wir müssen jetzt effektiv arbeiten.“
Mitglider gewinnen
Denn in den nächsten Wochen sei es für die junge Organisation vor allem wichtig, möglichst viele neue Mitglieder zu gewinnen und sich so in der Politik mehr Gehör zu verschaffen. Möglichst kräftig soll jedenfalls nicht nur auf der Homepage (www.betuwe-sicherheit.de) die Werbetrommel gerührt werden. Auch beim Millinger Frühlingsfest werden Flugblätter in eigener Sache verteilt werden, am 7. Mai folgt in Mehrhoog eine ähnliche Informationsveranstaltung wie Mitte März in Vrasselt. Erste Erfolge hat Karl-Heinz Jansen schon ausgemacht: „Einige Kleinigkeiten kann man schon spüren, jetzt müssen wir uns in der Politik weiter Respekt verschaffen“, kommentierte der Vorsitzende die ereignisreiche Gründungsphase.
Zumindest in der vorläufigen Satzung bekennt sich die IG BISS eindeutig zur sogenannten „A3-Lösung“ längs der Autobahn. So heißt es: „Zweck des Vereins ist es, die Streckenführung der Güterzugstrecke zweigleisig längs der A3 durchzusetzen“.



































