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NRZ-Umfrage : 78,5 Prozent für A-3-Variante

Betuwe, 31.03.2009, Philipp Wahl

An der Internet-Befragung der NRZ Emmerich zum Thema Betuwe beteiligten sich in knapp fünf Tagen 1537 Nutzer.

Emmerich/Rees/Wesel. Die Online-Umfrage der NRZ zum Thema Betuwe ist freilich nicht repräsentativ, verdeutlicht aber zweierlei: die Sorgen und Ängste der Menschen entlang der bestehenden Strecke einerseits und dass die Öffentlichkeitsarbeit der Bürgerinitiativen und Aktivisten vor allem die Betroffenen mobilsiert. Exakt 1537 Nutzer haben sich an der knapp fünftägigen Umfrage beteiligt, über 1206 (78,5%) klickten bei der Antwortmöglichkeit „Die Betuwe-Linie muss um jeden Preis an die Autobahn 3 verlegt werden”.

261 User stimmten auf den Städteseiten Emmerich, Rees und Wesel dagegen für diese vorgegebene Forderung: „Bürger und Kommunen sollten versuchen, bei Lärmschutz und Bahnübergängen entlang der bestehenden Trasse die besten Lösungen zu erreichen – koste es, was es wolle”.

41 Nutzer (2,7%) sprachen sich dafür aus, dabei „aber im Zweifel der preiswerteren Variante zuzustimmen”. Eine noch kleinere Minderheit (29 User/1,9%) hat resigniert, machte ihren Klick bei „Bahn und Bund machen eh, was sie wollen”.

Das Abstimmungsergebnis – eine Zeitsperre sorgt bei den Votings übrigens dafür, dass ein und derselbe Nutzer seine Stimme nicht beliebig oft abgeben kann – wundert Bürgermeister Johannes Diks nicht, wie er sagt.

Diks: „Antrag an Rat stellen”

Vor allem der Fragestellung wegen hätten die Nutzer für die A-3-Variante gestimmt: „Klar, die Bürgerinitiative möchte das, aber wenn es um die Betuwe-Planungen geht, müssen wir doch etwas ehrlicher miteinander umgehen.” In Holland gebe es nunmal andere Gesetze als in Deutschland. „Schließlich baut die Bahn, nicht wir”, so Diks. „Außerdem haben wir einen gültigen Ratsbeschluss. Die einzige Möglichkeit, etwas zu ändern, besteht für die Bürger darin, einen Antrag an den Rat zu stellen”. Zum aktuellen Eingagement vieler Bürger sagt Diks: „Es wäre schön gewesen, wenn sie sich vor zehn Jahren so engagiert hätten”.

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