Volker Beck: Beschneidungen müssen aus medizinischen Gründen straffrei sein
20.07.2012 | 09:39 Uhr 2012-07-20T09:39:22+0200Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, hat die Bundestagsentscheidung zur rituellen Beschneidung von Jungen in Deutschland verteidigt. Jüdisches und muslimisches Leben müsse in Deutschland weiter legal möglich sein, sagte Beck am Freitag im Deutschlandfunk.
Köln (dapd). Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, hat die Bundestagsentscheidung zur rituellen Beschneidung von Jungen in Deutschland verteidigt. Jüdisches und muslimisches Leben müsse in Deutschland weiter legal möglich sein, sagte Beck am Freitag im Deutschlandfunk. Wenn Kinder beschnitten würden, dann müsse dies medizinisch fachlich korrekt und mit möglichst wenig Schmerzen geschehen. "Das gewährleisten wir nicht mehr, wenn wir es verbieten", betonte Beck. Dann fänden Beschneidungen nicht mehr unter ärztlicher Aufsicht statt.
Nach heftiger Kritik am Verbotsurteil des Kölner Landgerichts soll die rituelle Beschneidung von Jungen künftig straffrei gestellt werden. Der Bundestag forderte die Regierung am Donnerstag mehrheitlich zur Vorlage eines entsprechenden Gesetzes auf.
dapd
13:14
Mehr illegale Beschneidungen?
Der am meisten bedenkenswerte Einwand ist die .. Befürchtung, dass nun auf illegale, weniger professionelle Beschneider zurückgegriffen wird, wodurch das Wohl der Kinder erst recht gefährdet würde. Dieser Einwand ... bestätigt allerdings die Kölner Richter ... und entlarvt gleichzeitig die ganze Diskussion um die angeblichen Vorteile der Beschneidung als vorgeschoben: Denn offenbar ist selbst den Verteidigern der Beschneidung klar, dass es bei der religiösen Beschneidung nicht um das Wohl des Kinde geht.
Dann würden die Eltern nämlich lieber die Beschneidung verschieben, als ihr Kind von einem Pfuscher beschneiden zu lassen.
http://hpd.de/node/13684?page=0,2
13:00
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12:07
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13:50
Volker Beck liegt mit seiner Auffassung voll daneben und verstößt gegen das geltende Recht. Ein Ja zu archaischen "Traditionen" der Religionen bedeutet ganz deutlich, einen Schritt Richtung katholische Inquisition, islamische Scharia oder jesidische Ehrenmorde zu gehen. Menschenrechte sind unteilbar und dürfen auch nicht auf dem Altar von Religionen geopfert werden. In unserem Land bestimmt die freiheitliche Gesellschaft, was erlaubt ist - und nicht irgendwelche Prediger. Religionen haben sich dem Staat unterzuordnen.