Unwetter verursacht Verkehrschaos in Essen
27.07.2011 | 20:08 Uhr 2011-07-27T20:08:00+0200
Essen. Sturzbachartige Regenfälle haben Essen am Mittwoch in ein mittleres Verkehrschaos gestürzt. Kurzschlüsse legten Straßenbahnen lahm, auch in Oberhausen und Gelsenkirchen überfluteten die Wassermassen Straßen und drückten Gully-Deckel hoch.
In Essen hatte der Gewitter-Regen Kreuzungen überschwemmt, an vielen Stellen konnte die Kanalisation kein Wasser mehr aufnehmen. Bis 19.15 Uhr zählte Susanne Klatt, Wachabteilungsleiterin bei der Feuerwehr, mehr als 150 Einsätze, besonders im Südviertel, Rüttenscheid und Bredeney. Vorangegangen war eine Unwetter-Warnung des Deutschen Wetterdienstes in Schuir, die kräftige Gewitter mit Starkregen bis 25 Liter pro Quadratmeter und örtlichen Blitzschlag voraussagte.
Die Polizei unterstützte die Feuerwehr und half dabei, herausgespülte Gully-Deckel wiedereinzusetzen. Betroffen waren unter anderem die Pferdebahnstraße, Berthold-Beitz-Boulevard, Hülsmann-, Möwen-, Töpfer-, Rellinghauser Straße, Ruhrallee und Kronprinzenstraße, Helbing- sowie Ruhrschnellwegtunnel und die A40-Abfahrt Essen-Zentrum. Hinzu kamen vollgelaufene Keller und eine wegen eines Wasserschadens gesperrte Parfümerie-Abteilung in der Galeria Kaufhof. „Brandmeldeanlagen spielen wegen der Blitzeinschläge verrückt“, so Ulrich Bogdahn von der Feuerwehr.
Straßenbahnverkehr stark eingeschränkt
Für Stillstand sorgten die Wassermassen besonders unterirdisch an den Weichen der Evag. Diagnose: Kurzschlüsse. Anfangs wurde nur ein Linienausfall der 105 Richtung Rellinghausen und der 106 gen Rüttenscheider Stern vermeldet: „Der Haltepunkt am Aalto stand bis zu 40 Zentimeter unter Wasser“, so Sprecher Nils Hoffmann .
Später hieß es: „Bei den Straßenbahnen geht fast nix mehr.“ Die Tramlinien konnten mitten in der Feierabend-Zeit nur eingeschränkt fahren, die U-Bahnen hatten erhebliche Verspätungen. Bei der Bahn kam es zu einer Störung zwischen Essen und Oberhausen.
Feuerwehr in Oberhausen meldet 30 Einsätze, in Gelsenkirchen sind es 20
Der Himmel verfinsterte sich, die Straßen standen in Minutenschnelle unter Wasser: 30 Einsätze zählte die Oberhausener Feuerwehr am Mittwochabend direkt, als das Gewitter die Stadt erreichte. Besonders in Dellwig mussten vollgelaufene Keller ausgepumpt werden. Ansonsten verteilten sich die Einsätze über das gesamte Stadtgebiet. Zur Unterstützung der Berufsfeuerwehr rückten drei Freiwillige Feuerwehren aus. Nach dem starken Regen lief das Wasser dann stellenweise schon von alleine wieder ab, so entspannte sich die Situation auch für die Feuerwehr.
Auch in Gelsenkirchen hatten die Wassermassen Straßen überflutet und Gully-Deckel hochgedrückt. 20 Mal rückte die Feuerwehr aus, musste vor allem in Gelsenkirchen-Horst vollgelaufene Keller auspumpen. Gegen 21 Uhr hatte sich die Lage beruhigt.
10:24
Der kalte Sommer liegt wie der dritte kalte Winter in Folge an der Erderwärmung. Und hungernde leiden an Übersättigung.
09:02
Also in Duisburg war auch nix außer ein wenig Gedonner und normal kräftiger Regen.
07:09
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06:56
Wahnsinn. Bei uns im Essener Osten (Schonnebeck) hats zwar einmal kurz und kräftig geregnet und ein paar mal geblitzt und gedonnert, aber das war es dann auch schon.
23:31
Was ein Glück, das ich da nicht einkaufe ;))
Das Gewitter hielt sich in Mülheim, an der Grenze zu Essen zurück.
23:20
Wie kann das denn sein das im Kaufhof im EG die Decke runterkommt und das es reinregnet als ob man draußen stehen würde? Wie marode ist dieses Gebäude eigentlich?
Ein Glück das keiner ernsthaft verletzt worden ist.
Die Chefs bei Kaufhof sollten vielleicht mal nicht nur an Gewinn denken, sondern auch mal ein paar Euro für die Kunden-. und Mitarbeitersicherheit ausgeben.
23:03
Da kann ich nur sagen: regional unterschiedlich. Nachdem wir die Warnung gelesen hatten, fing es schon an zu blitzen und zu donnern. Es wurde stockdüster. Und dann? Nix mehr. Es war, als ob es sich das Unwetter anders überlegt hätte und genau über Dorsten sein Ende eingeläutet hat. Gut so! ;-)
Allen Betroffenen eine hoffentlich gute Nacht!
22:23
Irres Wetter. In Herne und Herten hats nur ein wenig getröpfelt.