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Syrische Rebellen wollen sich neu formieren

04.06.2012 | 20:49 Uhr

Syrische Aktivisten haben eine neue Widerstandsbewegung gegründet, mit der sie die gespaltene Opposition im Kampf gegen Staatschef Baschar Assad einen wollen. Die Gruppe namens Syrische Rebellenfront gab ihre Gründung am Montag bei einer Pressekonferenz in Istanbul bekannt.

Istanbul (dapd). Syrische Aktivisten haben eine neue Widerstandsbewegung gegründet, mit der sie die gespaltene Opposition im Kampf gegen Staatschef Baschar Assad einen wollen. Die Gruppe namens Syrische Rebellenfront gab ihre Gründung am Montag bei einer Pressekonferenz in Istanbul bekannt. Sie wolle ihre Kampfaktionen mit der weitgehend aus Deserteuren der regulären syrischen Streitkräfte bestehenden Freien Syrischen Armee koordinieren, sagte Chaled al Okla, ein Mitglied der neuen Bewegung.

Die Rebellenfront verfüge bereits über 12.000 Kämpfer, sagte al Okla. Sie sei aufgrund von Assads "Politik der verbrannten Erde" und des "Scheiterns aller arabischen und internationalen Initiativen, Assads Verbrechen zu stoppen" gegründet worden. Al Okla deutete damit an, dass die Rebellen den Friedensplan des UN-Sondergesandten für Syrien, Kofi Annan, aufgegeben hätten.

Die neue Rebellenfront könnte als Schmelztiegel fungieren, der alle bewaffneten Rebellengruppen in Syrien zusammenführe, hieß es in einer vorbereiteten Erklärung, die al Okla verlas.

Teilnehmer der Pressekonferenz äußerten indes Zweifel daran, dass die Gruppe in der Lage sei, die Aktivitäten der gespaltenen Opposition zu koordinieren. Die Anführer der Freien Syrischen Armee, mit der die Rebellenfront zusammenarbeiten will, operieren von der Türkei aus und einige ihrer Mitglieder hatten bereits eingeräumt, dass sie nur geringe oder gar keine Kontrolle über Rebellengruppen innerhalb Syriens haben.

Während die neue Kampfgruppe sich formiert, soll von Deutschland aus die Zukunft Syriens nach einem möglichen Sturz Assads geplant werden. Das berichtete die "Financial Times Deutschland" (Dienstagausgabe). In Berlin habe die "Gruppe der Freunde des syrischen Volkes" dazu eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet, schrieb das Blatt vorab. Die Bundesregierung unterstütze das Projekt, "damit nach einem Ende der Gewalt nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich ein Neuanfang gelingt", sagte demnach eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes.

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dapd

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