Landesregierung bedauert Aus für Schlecker
01.06.2012 | 16:53 Uhr 2012-06-01T16:53:12+0200Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat mit Bedauern auf das Aus für die insolvente Drogeriekette Schlecker reagiert. Die Beschäftigten hätten mit harter Arbeit und großer Leidenschaft für den Erhalt des Unternehmens gekämpft, sagte Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger am Freitag in Düsseldorf.
Düsseldorf (dapd-nrw). Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat mit Bedauern auf das Aus für die insolvente Drogeriekette Schlecker reagiert. Die Beschäftigten hätten mit harter Arbeit und großer Leidenschaft für den Erhalt des Unternehmens gekämpft, sagte Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger am Freitag in Düsseldorf. "An ihnen hat es nicht gelegen, dass der Insolvenzverwalter nun mit leeren Händen dasteht", fügte der SPD-Politiker hinzu.
Oberstes Ziel müsse nun sein, die betroffenen Beschäftigten schnell wieder in neue Arbeitsverhältnisse zu bringen. Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) kündigte an, sich am Montag mit 100 Schlecker-Mitarbeiterinnen in Düsseldorf treffen zu wollen.
Voigtsberger betonte, dass Schlecker für Investoren wenig lukrativ sei, liege vor allem an den finanziellen Risiken der laufenden Kündigungsschutzklagen. Die Einrichtung einer Transfergesellschaft hätte dies verhindert. Leider hätten sich einige Länder einem Kredit zur Zwischenfinanzierung einer Transfergesellschaft verweigert. "Damit wurden die Chancen für ein Überleben von Schlecker erheblich gemindert", sagte der Politiker.
Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di sind in NRW 2.500 Mitarbeiter in 564 Filialen betroffen. Landesleiterin Gabriele Schmidt forderte von der Landesregierung schnelle Hilfen für die betroffenen Mitarbeiter. "Wir müssen jetzt dringend Zeit gewinnen, um seriöse Investoren für das Unternehmen oder Teile davon zu finden", sagte sie. Möglich sei ein Sonderfonds, der die Gehälter der Beschäftigten für einen gewissen Zeitraum sichere. Die Landesregierung könne sich mit anderen Ländern auf Bundesebene dafür stark machen.
Der FDP-Landesvorsitzende Christian Lindner verteidigte dagegen die strikte Ablehnung einer Transfergesellschaft und lehnte auch einen Sonderfonds ab. "Wir sind solidarisch mit den Beschäftigten, aber nicht mit einem Unternehmen, das von den Bürgern abgelehnt wird."
Deshalb sei es in dieser Situation "nicht staatliche Aufgabe, mit einer Transfergesellschaft aus Steuergeldern Arbeitsplätze künstlich zu erhalten oder mit einem Sonderfonds die Abwicklung des Unternehmens zu verschleppen", sagte Lindner. Die hohe Zahl freier Stellen im Handel sei für die Schlecker-Mitarbeiter die bessere Chance, schnell wieder dauerhaft Arbeit zu finden.
dapd
01:51
Ich könnte Ko..en wenn ich dieses Dumme gerede von diesen nichts wissenden FDP Politikern höre. Von was für einer hohen Zahl freier Stellen im Handel reden diese nichtnutze eigentlich? In welcher Welt leben die denn? Die sollen sich doch den Stellenmarkt mal etwas genauer anschauen bevor sie solch dummen kommentare abgeben. Was sind denn das für freie Stellen? Zum größten Teil 400€ jobs und der Rest? Zeitverträge, teilweise nur wenige Monate bei einem Stundenlohn von 7€ oder 8€. So sieht es aus und nicht anders. Solch Dummes gequatsche ist ein Schlag ins Gesicht der entlassenen und bald entlassenen. Herr Rösler und Herr Lindner sollen sich doch nur mal anschauen wieviele von den 10000 im April entlassenen wieder Arbeit haben...... gerade mal 900!!!!!! Die Arbeitagenturen sind doch jetzt schon heillos überfordert. Es wird endlich Zeit das diese FDP aus der Regierung verjagt wird, so schnell wie möglich!!!