Gesundheit
Ministerium warnt Eltern vor Schweinegrippe-Hysterie
18.11.2009 | 13:38 Uhr 2009-11-18T13:38:00+0100
Essen. Angesichts einer drohenden Schweinegrippe-Erkrankung sind viele Eltern unsicher, ob sie ihre Kinder zu Hause behalten sollen oder nicht. Selbst die Expertenmeinungen zu diesem Thema weichen enorm voneinander ab. Das NRW-Gesundheitsministerium warnt vor Panik.
Schule oder nicht Schule? Das ist die Frage, die sich zahlreiche Eltern mit Angst vor einer drohenden Schweinegrippeerkrankung stellen. Angesichts immer neuer Hiobsbotschaften, die zwischen Schulschließungen und Todesfällen schwanken, sind sie unsicher, wie sie ihre eigenen Sprösslinge am besten schützen können.
"Diese Unklarheit ist genau das Dilemma", sagt Berthold Paschert, Pressesprecher der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW). "Eltern handeln im Prinzip nur dann verantwortungsvoll, wenn sie ihre Kinder bei den ersten Symptomen einer Erkrankung aus der Schule nehmen." Doch auch dann bleibe die Unsicherheit, denn: "Die Tests kosten Geld, viele Leute sind nicht bereit, das zu zahlen." Mit Empfehlungen zur richtigen Vorgehensweise allerdings halte sich die GEW, so Paschert, zurück. Schließlich gebe es Stellen, die dafür prädestiniert seien.
Eine dieser Stellen ist das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium in Düsseldorf. Pressesprecher Thomas Breuer rät vor allem, einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht in Panik zu geraten: "Momentan raten wir, die Schulen und Klassen nicht beim ersten Krankheitsfall zu schließen."
Attest nur bei berechtigten Zweifeln
Eine Ausbreitung der Neuen Grippe könne ohnehin nicht mehr verhindert werden, und Studien hätten ergeben, dass außerhalb des Schulgebäudes eine viel größere Ansteckungsgefahr herrsche, so der Pressesprecher. "Natürlich sollten Eltern ihre Kinder grundsätzlich beim Auftreten der Symptome aus der Schule nehmen, aber das ist die normale Vorgehensweise bei jeder Krankheitswelle", erklärt Breuer weiter. "Da reicht dann auch erst einmal die handschriftliche Entschuldigung der Eltern." Nur bei berechtigten Zweifeln könne die Schule ein ärztliches Attest anfordern.
Eine betroffene Schule ist das Julius-Stursberg-Gymnasium in Neukirchen-Vluyn. Hier ist der Krankenstand zurzeit immens: Bis zu 50 Prozent der Schüler fehlen teilweise in den Klassen. Schulleiter Siegfried Reimers: "Momentan wissen wir nicht, welches dieser Kinder die Schweinegrippe hat." Aus diesem Grund warnt er davor, Hysterie aufkommen zu lassen und plädiert für ein weitgehend normales Umgehen mit der Schweinegrippe. "Wir halten uns", sagt Reimers, "an die üblichen Vorsichtsmaßnahmen."
Dazu zählen Seifenspender und Papierhandtücher in jeder Klasse. Außerdem haben die Putzkräfte die Anweisung erhalten, Geländer und Türklinken besonders gut zu putzen. Denn auch hier lauert das Virus, weiß der Schulleiter. "Darüber hinaus weisen wir unsere Schüler darauf hin, sich nicht mit den üblichen Ritualen wie Umarmungen oder Küsschen zu begrüßen." Doch mehr könne man nicht tun. Auch im Lehrerzimmer diskutiere er das Thema – ohne Ergebnis. "Die Unsicherheit bleibt, vor allem, weil die Expertenmeinungen enorm voneinander abweichen." Eine Impfung kommt für den 63-Jährigen selbst deshalb erst einmal nicht in Frage.
Kaum Anrufe von besorgten Eltern
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Elternverbände dagegen spüren von einer Unsicherheit angesichts der Eltern nichts. "Bei uns sind bislang keine Anrufe von besorgten Eltern eingegangen", berichtet eine Sprecherin der Landeselternschaft der Grundschulen in Bochum. "Man sollte das Thema auch nicht größer reden, als es ist." Schließlich gebe es angesichts der vielen Infizierten glücklicherweise nur wenige Todesfälle. Diese Erfahrung teilt die Landeselternschaft der Gymnasien in Düsseldorf, auch hier bleibt das Telefon ruhig. Sollte jedoch wider Erwarten jemand anrufen, werde er direkt an das Gesundheitsamt weiterverwiesen, lässt eine Mitarbeiterin verlauten. NRZ

08:27
Konjukturpaket 3 für die Pharmaindustrie.
Die Gesundheitspolitik der FDP ist Gefährlicher als
alle Grippenviren zusammen!
19:49
Das große Zurückrudern wird eingeleitet !
17:29
Ist doch alles sehr merkwürdig. In den Sommerferien stand zur Diskussion, die Schulferien zu verlängern. Daraus wurde ja nichts. Dann bekamen Eltern die Info, wie man sich im Verdachtsfalle zu verhalten habe. Das Gesundheitsamt sollte auf jeden Fall eingeschaltet werden. Und jetzt?
Jetzt scheint die Grippewelle in vollem Gange zu sein und nichts passiert. In der Klasse unseres Sohnes saßen heute statt 30 nur noch 12 Kinder. Wer da was hat, weiß natürlich kein Mensch. Ist hier was versäumt worden?
13:09
Man darf sich gepflegt fragen ob die Schweinegrippe gepaart mit ein bisschen BSE und der Vogelgrippe schon unter den Politikern, der Pharmalobby und in teilen der Medien schon längst um sich gegriffen hat?!?!
Gerade die Medien dürften langsam mal kappiert haben das die Menschen die Schnauze gehörigt voll davon haben ständig mit irgendwelchen Psoidoberichterstattungen vollgesülzt zu werden.
Man warnt die Eltern, ... daß ich nicht lache!
Man sollte die Medien entlich mal warnen weiter jeden angeblichen Schweinegrippentoten mit dicker und nicht mehr unübersehbarer Überschrift in endlosen Artikeln breitzutreten insbesondere dann, wenn darum gebeten wird das man es unterlassen sollte irgendetwas hinein zu spekulieren. Stellt sich dann heraus das jemand doch nicht an dieser Grippe gestorben ist, sucht man vergeblich nach einem Artikel oder noch besser einer Endschuldigung für voreilige Vermutungen.
Wenn die Presse und die Medien im Allgemeinen mal was sinnvolles berichten wollen, dann gibt es da noch den resistenten Krankenhauskeim MRSA der immerhin tatsächlich gerade in Deutschland mehr und mehr um sich greift.
13:07
Es gibt kein vernünftige Reglung für Schulen wenn die Schweinegrippe auftritt. Deswegen sind Eltern und lehrer vollkommen verunsichert.
In der Schule meiner Tochter ist der Bruder zweier Erkrankter weiter zur Schule gekommen. Besser läßt sich diese Grippe wohl nicht weiterverbreiten.
Dann gibt es keine Tests mehr, zuwenig Gegenmittel, Meldungen über Tote, eine sehr schlecht unterrichtende Presse (Panikjournalismus) und dann soll keine Panik aufkommen???
13:01
Jetzt ist es doch mehr als lächerlich! Erst wird verbreitet, wöchentlich stecken sich 3000 Menschen an und nun warnt man vor einer Hysterie.
Gratulation an die WAZ Gruppe!! Schön, daß sie sich an der Schweinegrippe Kampagne beteiligt haben und nun noch lächerlicher wirken als es sonst der Fall ist.
12:13
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11:09
Warum WARNT man Eltern von Kindern ?
Wohl deswegen weil
a) die Pandemie keine ist
b) Impfungen für Kinder zu gefährlich sind
c) PISA zeigen wird, dass D-Land DUMMLAND ist
08:39
Seit ein paar Tagen gibt es keine Meldpflicht mehr, wer will dann wissen. ob sich die Grippe ausbreitet, die WAZ von heute weiß es. Hysterie verbreiten allein die Medien.
08:14
Thomas Breuer ist, soweit mir bekannt, der Pressesprecher des Schulministeriums und nicht des Gesundheitsministeriums.