Das aktuelle Wetter NRW 3°C
Kommentar

Wie man die Lewandowskis selbst verkauft

27.12.2012 | 21:17 Uhr
Funktionen
So kennt man ihn: Robert Lewandowski beim Torjubel für Borussia Dortmund.

Dortmund.  Manchester United soll angeblich 22 Millionen Euro Ablöse für Top-Torjäger Robert Lewandowski von Borussia Dortmund bieten. Es ist nicht das erste Gerücht um den polnischen Klassestürmer. Ein Kommentar.

Die Zahl der virtuell vorgenommenen Spielertransfers übersteigt bei weitem die der real vollzogenen. Das liegt daran, dass der virtuelle Spielertransfer so wolkig leicht zu initiieren ist. Sollten Sie, liebe Leserin, lieber Leser, also Freunde daran haben, 2013 selbst einmal auf dem Markt tätig zu werden, halten Sie sich einfach an die folgenden schlichten Regeln:

1) Suchen Sie sich einen spannenden Spieler aus, der höchstens noch zwei Jahre an seinen aktuellen Klub gebunden ist, weil es sich nach dem Bosman-Urteil etabliert hat, ein Jahr vor Vertragsende noch eine Ablösesumme einzukassieren.

2) Nennen Sie als Interessenten die üblichen Großklubs (Real Madrid, Manchester United ) oder groß gesponserten Klubs (Manchester City, Paris St. Germain), weil die lediglich ein bisschen verblüfft darüber sein werden, für wen sie jetzt schon wieder Geld verprassen.

3) Jonglieren Sie mit Namen und Zahlen (Der russische Premjer-Liga-Klub Anschi Machatschkala, der vom Milliardär Suleiman Kerimow gesponsert wird und auch schon Weltstar Samuel Eto’o unter Vertrag hat, bietet dem Stürmer X vom Bundesligisten Y einen Dreijahresvertrag, der ihm 17,3 Millionen Euro einbringen würde und. . .).

4) Nennen Sie Quellen (Ein kasachischer Spielerberater. . .).

5) Verbreiten Sie die Nachricht vom bevorstehenden Transfer über ein soziales Netzwerk.

P.S.: viel Erfolg!

BVB in Galaform

 

Frank Lamers

Kommentare
02.01.2013
12:51
Wie man die Lewandowskis selbst verkauft
von schRuessler | #2

Ist ja nett, dass herr Lamers uns die Geheimnisse des Sportjournalismus so anschaulich darlegt.

27.12.2012
22:21
Wie man die Lewandowskis selbst verkauft
von lightmyfire | #1

Die Regeln vollziehen die Spielerberater und gelten als zuverlässige Quelle, Die Gerüchte werden dann allzu gerne von den Medien aufgenommen. Die Berater haben ein großes Interesse ohne Rücksicht den Marktwert "ihrer" Spieler nach oben zu treiben, weil das gutes Geld in ihre Kasssen spülen kann. Wenn ein Spieler längerfristig gebunden ist empfehlen sie den betreffenden Spieler ein Buch mit kompromierenden Geschichten zu schreiben. Die Medien berichten in Auszügen darüber, so dass es ein Bestseller für kurze Zeit wird und der Geldbeutel der Berater wird auch damit praller. Sind die Medien die Erfüllungsgehilfen der Spielerberater?

2 Antworten
Erfüllungsgehilfen?
von westfaIenborusse | #1-1

Presse? Medien? Sind nicht auch Kommentare, die wir hier dazu schreiben, ein Teil dieser Medien? Kaufen wir nicht auch diese "Medien"? Oder klicken auf internet-Seiten und erhöhen damit die Werbe-Einnahmen? Sind wir nicht alle Teil dieser Maschinerie?

Wie man die Lewandowskis selbst verkauft
von buntspecht2 | #1-2

#1-1Ich glaube schon.

Aus dem Ressort
Mehr Ladendiebstähle, aber weniger Einbrüche
Kriminalität
Die Alltagskriminalität kehrt nach Nordrhein-Westfalen zurück. Die Zahl der Laden-, Taschen- und Fahrraddiebe nimmt deutlich zu. Betrug breitet sich...
Die Polizei muss sich zeigen
Politik
Was schleppen wir heute alles locker in der Manteltasche herum: Ein I-Phone zum Beispiel. Hunderte Euro teuer. Man läuft erkennbar werthaltiger über...
Weißhelme gegen Epidemien
Ebola
Das Ebola-Virus ist auf dem Rückzug, und es ist richtig, dass die Bundeswehr jetzt darüber nachdenkt, ihren Einsatz im Westen Afrikas zu beenden. Viel...
Zulassung muss einfacher werden
Politik
Als Kinderlandverschickung und planwirtschaftliches Bürokratiemonster wurde die ehemalige ZVS verunglimpft. Zwar konnten Bewerber eine...
Die Kunden werden bestraft
Online-Banking
Es gibt sicher gute Gründe für die Postbank, ihren Kunden für Papierüberweisungen plötzlich Geld abzuknöpfen. Die blanke Kostenersparnis kann es nicht...
Der Griff nach unseren Daten
Politik
Die eine Wahl, die Facebook seinen Kunden lässt, ist nicht wirklich eine. Ein Kommentar von Jürgen Polzin.
Erst mal in Ruhe die Fragen klären
Schulsport
Wenn wichtige Fragen ungeklärt im Raum stehen, scheint es ratsam, sie in Ruhe zu beantworten und dann erst den Erlass in Kraft treten zu lassen.
Teure Transfers allein helfen dem VfL Wolfsburg nicht
Kommentar
Mit dem Schürrle-Transfer setzten die Wölfe ein Signal. Um die Bayern herauszufordern können, ist aber mehr als die VW-Kohle nötig. Ein Kommentar.
Keine Narren mehr - nur noch Clowns
Karneval und Islam
Im Oktober vergangenen Jahres zeigte ein irakisch-kurdischer Fernsehsender eine schräge Parodie auf den „Islamischen Staat“. Musiker, gewandet in die...
Der deutsche Handball hat wieder eine Perspektive
Kommentar
Trotz des unnötigen Ausscheidens im Viertelfinale gegen Katar müssen sich die deutschen Handballer nicht grämen. Ein Kommentar.
Konsumenten in Hochstimmung
Wirtschaft
Shoppen ist in, Sparen ist out: Die Konsumenten in Deutschland geben sich ganz dem Hier und Jetzt hin. Nach Erkenntnissen der Gesellschaft für...
Rekruten muss man gewinnen
Bundeswehr
Altkanzler Helmut Kohl nannte sie früher die „Armee unserer Söhne“. Nach Lektüre des aktuellen Berichts des Wehrbeauftragten fängt man an, sich um...
Pflege honorieren
Soziales
Die greise Mutter pflegen? Oder den schwerkranken Ehemann? Nicht mal jeder dritte Deutsche traut sich zu, Angehörige zu Hause selbst zu pflegen. Viele...
Steuermilliarden in akuter Gefahr
Griechenland
Griechenlands Regierung aus Linken und Ultra-Nationalisten hält unbeirrt an ihren Wahlkampfansagen fest. Das war zu erwarten und zu befürchten. Jetzt...
Ampelmann wird keine Frau
Dortmund
Schade aber auch. Dortmunds Stadtverwaltung schmettert aus vordergründig formalen Gründen und mit einem wohl berechtigten Verweis auf finanzielle Nöte...
Vergessen und verdrängen
Auschwitz-Gedenken
Auschwitz ist und bleibt das Symbol für die unmenschlichen Verbrechen des deutschen Faschismus. Ein Symbol für die von den Nazis industriell...
Im Sinne der Allgemeinheit
Lärm
Nachbarn von Sportplätzen werden ungläubig den Kopf schütteln. Noch mehr Lärm, wo die Belastungsgrenze doch ohnehin und schon längst überschritten...
Städte haben eine Sorgfaltspflicht
Urteil
Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, dass die klagenden Mendener Bürger kein zweites Mal für die Baukosten einer Straße herangezogen werden...
Gefahr droht nun von Einzeltätern
Islamismus
Die Zeit des Abwiegelns ist vorbei. Die Terrorgefahr in NRW ist nach den Attentaten in Paris und der Änderung der mörderischen Strategie der sich im...
Die Missionare kommen zu uns
Kommentar
Die Zeiten haben sich verändert, und so müssen auch die Begriffe eben dieser Veränderung angepasst werden. Zumindest aber die Perspektive, unter denen...
Kalkuliertes Risiko
Kommentar
Die Hagener Hundertwasser-Ausstellung soll sich in den nächsten Wochen und Monaten zu einem kulturellen Leuchtturm mit einer großen Strahlkraft weit...
Leben im Hier und Jetzt
Konsum
Wirtschaft ist Psychologie - manchmal meint man, nicht zur Hälfte, sondern zu 90 Prozent. Das scheint insbesondere für die Bereitschaft der...
Monika Willer zum BGH-Urteil über Spenderkinder
Kommentar
Kinder haben Anspruch darauf zu erfahren, wer ihr Vater ist – unabhängig vom Alter. Ein anderes Urteil hätte der Bundesgerichtshof gar nicht sprechen...
Vertrauen ist gut ...
Zusatzleistungen beim...
Ein Kommentar von
Eine Frage der Identität
Kommentar
Von nationaler Identität war und ist in diesen Tagen in Deutschland häufig die Rede. Und leider nicht immer in jener angemessenen Tonlage, die es für...
Der falscheste Ort
Kommentar
Amerika, notorisch vor sich selbst auf der Hut, bleibt auch nach Missoula ein bis an die Zähne bewaffnetes Land, in dem Tag für Tag geschossen wird.
Die zweite Chance fürs Königreich
Referendum
Die Schotten haben sich in ihrem Referendum gegen die Unabhängigkeit entschieden - und für den Verbleib im Vereinigten Königreich. Das ist gut, aber...
Die Vernunft der Schotten muss belohnt werden
Kommentar
Die Schotten haben sich in ihrem Referendum gegen die Unabhängigkeit entschieden - und für den Verbleib im Vereinigten Königreich. Das ist gut, aber...
Der Linken geht ein Stück Professionalität verloren
Linke-Parteitag
Von einem Aufbruch ist die Partei Die Linke nach der Wahl von Katja Kipping und Bernd Riexinger zur neuen Führungsspitze weit entfernt. Im Gegenteil:...
Der Mut der Verzweiflung
Thyssen-Krupp
Ist es Mut oder pure Verzweiflung, die Vorstand und Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp zum Abschied aus dem Stahlgeschäft in Übersee treiben? Es ist ganz...
Aus dem Ressort
„Lichtgrenze“, das Wort des Jahres, das keines ist
Sprachverirrung
Die Sprachwissenschaftler, die alljährlich eine Buchstabenkombination als die „des Jahres“ küren, müssen sehr verzweifelt gewesen sein. Hier ein...
„Lichtgrenze“, das Wort des Jahres, das keines ist
Sprachverirrung
Die Sprachwissenschaftler, die alljährlich eine Buchstabenkombination als die „des Jahres“ küren, müssen sehr verzweifelt gewesen sein. Hier ein...
Weltoffene Schützen
Muslimischer...
Im Leben geht bekanntlich mancher Schuss daneben. Der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften tut sich keinen Gefallen mit einer...
Auf dem falschen Weg
Bundesliga-Sicherheitskon...
Ein Kommentar von
Segen und Fluch zugleich
Politik
Ein Kommentar von
Fotos und Videos
Erinnerungen an von Weizsäcker
Bildgalerie
Trauerfall
Maren Gilzer ist Dschungelkönigin 2015
Bildgalerie
Dschungelcamp
article
7428655
Wie man die Lewandowskis selbst verkauft
Wie man die Lewandowskis selbst verkauft
$description$
http://www.derwesten.de/nrz/meinung/wie-man-die-lewandowskis-selbst-verkauft-cmt-id7428655.html
2012-12-27 21:17
Kommentar, Robert Lewandowski,Transfer,BVB,Borussia Dortmund,Frank Lamers,Spielerberater
Meinung