Unterschätzte Gefahr
24.02.2013 | 18:44 Uhr 2013-02-24T18:44:00+0100
Chinas Hacker waren 2012 fleißig. Allein auf die Bundesregierung sollen sie über 1000 digitale Attacken gefahren haben. Die Zahl der Angriffe auf deutsche Firmen dürfte weit höher sein. Unsere Welt ist zu sehr auf Computer angewiesen, als dass sie sich IT-Schwachstellen erlauben kann.
Chinas Hacker waren 2012 fleißig. Allein auf die Bundesregierung sollen sie über 1000 digitale Attacken gefahren haben. Die Zahl der Angriffe auf deutsche Firmen dürfte weit höher sein. Eine verlässliche Statistik darüber gibt es nicht. Unternehmen, die einräumen, dass ihre IT-Infrastruktur Lücken aufweist, riskieren nicht nur einen Imageschaden, sondern laufen auch Gefahr, dass sich Kunden abwenden.
Dazu passt auch, dass sich Innenminister und Wirtschaftsminister seit Monaten über eine Meldepflicht für Hacker-Attacken streiten. CSU-Mann Friedrich will Unternehmen verpflichten, Angriffe auf ihre Computer den Behörden mitzuteilen. FDP-Politiker Rösler fürchtet hingegen immense zusätzliche Investitionen für Firmen und lehnt eine generelle Meldepflicht deshalb ab.
Rösler verkennt die Lage: Es muss nicht gleich ein Hacker-Angriff auf einen Rüstungskonzern sein, der unabsehbare Folgen hätte. Auch eine erfolgreiche Attacke auf einen Energieversorger würde die Gesellschaft empfindlich treffen. Unsere Welt ist zu sehr auf Computer angewiesen, als dass sie sich IT-Schwachstellen erlauben kann.
13:52
Die bisher schwersten bekannten Angriffe auf deutsche Unternehmen haben doch unsere Freunde aus den USA und Israel begangen. Mit Stuxnet und Flame hat man die Steuerung deutscher Kernkraftwerke und Industrieanlagen angegriffen und teilweise lahmgelegt oder gestört.
Gut wir waren halt Kollateralschaden, versucht man ja auch zu vertuschen, denn das sind ja die guten EDV-Halunken.