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Brückenbau

Kollaps mit Ansage

14.12.2012 | 18:54 Uhr
Kollaps mit Ansage
Das Lamento um die Brücken wird die Debatte um zusätzliche Belastungen für die Verkehrsteilnehmer anfeuern. Foto: Arnulf Stoffel/dpa

Der Kollaps kam mit Ansage. Die Brücken – nicht nur an Rhein und Ruhr – befinden sich in einem erbarmungswürdigen Zustand. Und das eben nicht erst seit gestern. Schon jahrelang warnen Experten vor einem riesigen Investitionsstau und zunehmendem Schwerverkehr. Richtig zugehört hat keiner der Entscheidungsträger. Vereinfacht gesagt: Es ist für Politiker viel schöner, beim Spatenstich für die nächste Umgehungsstraße zu posieren, als unspektakulär Bestehendes zu pflegen.

Mehr als 700 Millionen Euro müssten jährlich bundesweit investiert werden, um das Brückendesaster wenigstens mittelfristig in den Griff zu kriegen. Es ist keine Überraschung, dass weder Land noch Bund dafür genügend Geld haben. In einem darf man daher sicher sein: Das Lamento um die Brücken wird die Debatte um zusätzliche Belastungen für die Verkehrsteilnehmer anfeuern. Eine Ausweitung der Lkw-Maut ist da nur die Vorstufe – für eine Pkw-Maut?

Michael Minholz

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2012-12-14 18:54
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