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Ex-Böhse-Onkelz-Sänger Russell tritt wieder auf - "rauschmittelfrei"

29.12.2012 | 18:01 Uhr
Ex-Böhse-Onkelz-Sänger Russell tritt wieder auf - "rauschmittelfrei"
Kevin Russell, Ex-Sänger der Band Böhse Onkelz, kündigt sein erstes Konzert nach Drogentherapie und Haft an.Foto: Archiv/dapd

Berlin.   Der ehemalige Böhse-Onkelz-Sänger Kevin Russell will nach eigenen Worten zum ersten Mal nüchtern auf die Bühne gehen. Der Musiker ist am 9. März mit eigener Band im bayerischen Geiselwind zu sehen, heißt es in einem Medienbericht. Er kündigte seinen "allerersten rauschmittelfreien" Auftritt an.

Der frühere Frontmann der Frankfurter Band Böhse Onkelz, Kevin Russell, kehrt nach Haft und Drogentherapie mit neuer Band auf die Bühne zurück. Das Konzert ist für den 9. März in Geiselwind geplant, wie der Musiker auf seiner Homepage mitteilte. Auf seiner Facebookseite schreibt Russell, die Zuschauer erwarte sein "allererster rauschmittelfreier Solo-Auftritt mit eigener Band". In seinem Blog verkündet Russell ferner: "Rock'n'Roll war und ist mein Leben und ich fühle mich, einer Obsession gleich, innerlich dazu angetrieben, meinen Arsch wieder auf die Bühne zu wuchten!"

Er werde mitnichten nur das "klassische Onkelzprogramm" präsentieren: "Obwohl fast keine Scheibe der letzten 30 Jahre fehlt, sind es speziell Lieder, die mir persönlich sehr und euch mit Sicherheit auch am 'Muckerherzchen' liegen", schrieb der 48-Jährige. 70 Prozent der Songs seien noch nie live gespielt worden und würden nun mit zwei Gitarristen "endlich auf der Bühne offenbar werden".

Böhse Onkelz
Früherer Böhse-Onkelz-Sänger in Therapie statt im Gefängnis

Kevin Russell wurde wegen Körperverletzung und Unfallfluchts zu 27 Monaten Haft verurteilt. Nach vier Monaten hat er nun das Gefängnis verlassen und nimmt an einer Drogentherapie teil. Der ehemalige Sänger der Böhse-Onkelz hatte am Silvesterabend 2009 ein Auto gerammt.

Verurteilung wegen Körperverletzung und Unfallflucht

Russell hatte am Silvesterabend 2009 auf der Autobahn 66 bei Frankfurt mit seinem Wagen mit hoher Geschwindigkeit ein Auto gerammt. Dessen zwei Insassen wurden schwer verletzt und mussten aus dem brennenden Fahrzeug gerettet werden. Russell flüchtete zu Fuß vom Unfallort.

Das Landgericht Frankfurt verurteilte ihn im Oktober 2010 wegen fahrlässiger Körperverletzung und Unfallflucht zu einer Haftstrafe von 27 Monaten. Nachdem ein Antrag auf Haftaufschub keinen Erfolg hatte, trat Russell seine Haftstrafe im August vergangenen Jahres an. Nach nur vier Monaten wurde er allerdings wieder entlassen und begann Ende Dezember 2011 eine Drogentherapie. (dapd)

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