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Zweite Bundesliga

RWO-Trainer Luginger hebt trotz Platz vier nicht ab

05.10.2009 | 10:56 Uhr
RWO-Trainer Luginger hebt trotz Platz vier nicht ab

Oberhausen. Die Minimalisten der Liga sind auf den vierten Platz geklettert, mit 9:9 Toren. Doch mit Mauerfußball ist der Erfolg nicht zustande gekommen, wenngleich sich Rot-Weiß Oberhausens Trainer Jürgen Luginger verstärkt mit dahingehenden Fragen beschäftigen muss.

Catenaccio, Abwehrriegel, Mauerfußball? RWO-Trainer Jürgen Luginger werden in diesen Tagen seltsame Fragen gestellt. So auch von Fernseh-Journalisten nach dem 1:0 in Koblenz. Wer nicht immer hingeschaut hat, könnte tatsächlich auf die Idee kommen: 16 Punkte aus acht Spielen bei einem Torverhältnis von 9:9, da stimmt was nicht. Schau an, dreimal 1:0 gewonnen! Also Mauerfußball.

Der einizge Makel: Die Siege sind nicht höher ausgefallen

Nur: Das geht komplett an der Realität vorbei. Der einzige Makel an diesen drei (völlig verdienten) Erfolgen ist, dass die nicht höher ausgefallen sind. Dann sähe das Torverhältnis goldig aus, dann kämen Ahnungslose nicht auf die Idee, den Oberhausenern allzu übertriebenes Defensivverhalten vorzuwerfen. Gegen Aachen, den MSV und Koblenz gab es genügend Möglichkeiten, die Partien deutlich höher zu gewinnen.

Von wegen Abwehrriegel: Thomas Schlieter und Rot-Weiß Oberhausen legen durchaus den Vorwärtsgang ein. Allein die Torausbeute hätte höher ausfallen können. (Foto: Micha Korb)

Luginger wird es herzlich egal sein, was für Fragen ihm gestellt werden. Er behält sein Ziel im Auge. Denn der jetzige vierte Platz ist eine Momentaufnahme, es zählen allein die Punkte, die das Team auf die absehbaren Kellerkinder gesammelt hat. Und da sieht es sehr gut aus.

Spitzenspiel gegen St. Pauli?

So wird er die Partie übernächsten Freitag gegen St. Pauli keinesfalls als Spitzenspiel sehen, sondern nur als weitere Möglichkeit, das Punktekonto zu füllen.

Denn anders als nur kurz vorausschauende Schulterklopfer, die das Team stärker reden als es ist, hat er die Niederlagen gegen Union Berlin oder Fürth im Hinterkopf. Das waren von der Höhe her klare Angelegenheiten und zeigen, dass sich das Team bei mangelnder Konzentration immer wieder einen einfangen kann. Für das Saisonziel Klassenerhalt ist es unerheblich, ob das mit 0:1 knapp oder mit 0:3 oder 0:4 happig ausfällt – entscheidend sind die verlorenen Punkte. Es mag derzeit schwer sein, gegen RWO Tore zu schießen, doch das wird demnächst wieder passieren. Dann muss das Team neue Qualitäten zeigen: eines mehr als der Gegner schießen. Erst daran lässt sich messen, wie weit die Mannschaft wirklich ist.

Peter Voss

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