Röslers Rakete rettete Fortuna-Rekord
27.02.2011 | 21:21 Uhr 2011-02-27T21:21:00+0100
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf bezwang Osnabrück dank Sascha Rösler mit 2:1 und stellte einen neuen Heimsiegserienrekord auf - neun in Folge. Aber ein aus der Fortuna-Kurve gezündeter Böller verletzte einen Sky-Mitarbeiter.
Fortunas Heimsiegserienrekord für die 2. Fußball-Bundesliga (neun Partien!) war am Sonntag in der vorletzten Spielminute doch noch gerettet. Sascha Röslers 20-Meter-Rakete sauste in den rechten Osnabrücker Torwinkel wie ein ballgewordener ICE. Der Blondschopf riss sich das gestreifte Dress vom Leib. Feierte wie ein Torero nach dem finalen Stich. Was die fünfte Gelbe Karte nach sich zog. Folge: Spielsperre am Rosenmontag in Augsburg. Ob die Mehrzahl der 22 212 Fans allerdings den 2:1 (1:0)-Erfolg über den VfL am Ende unbeschwert feiern konnte?
Ein aus der Fortuna-Fankurve gezündeter und geworfener Böller hatte in der vierten Spielminute zwei Mitarbeiter des TV-Bezahlsender Sky verletzt. Einer der mit einem Knalltrauma ins Krankenhaus eingelieferten Kollegen lag minutenlang vor der Fankurve, musste mit einer Trage aus der Arena gebracht werden.
Finanzvorstand Paul Jäger forderte in der Halbzeitpause in Richtung Schar der besonders Heißblütigen: „Ich erwarte von Euch Zivilcourage und Mut. Wenn ich den Täter von Euch nicht bekomme, könnt Ihr von mir auch nichts mehr erwarten.“
Vorstandschef Peter Frymuth erklärte: „Die Fans müssen nun Flagge zeigen. Wir werden Strafanzeige gegen unbekannt stellen.“ Auf Fortuna dürfte nach diesem Vorfall sicher eine Geldstrafe seitens der Deutschen Fußball-Liga zukommen.
Ein Chancentod-Trio
Schade, dass das aus rot-weißer Sicht gute Match von diesem Vorfall überschattet wurde. Coach Norbert Meier hatte mit Patrick Zoundi (nach drei Spielen Verletzungspause) für Sascha Dum eine Änderung vorgenommen, beorderte Sascha Rösler ganz nach vorn. Der diesmal blasse Ken Ilsø machte die hängende Spitze.
Blondschopf Rösler entwickelte sich zum Spieler des Sonntags. Das Führungstor, ein Drehschuss im Zweikampf mit VfL-Innenverteidiger Mauersberger von der Strafraumgrenze, war allein das Eintrittsgeld wert.
Die biederen Niedersachsen hatten offensiv nicht viel zu bieten. Und mussten sich nach der Pause bei Keeper Berbig bedanken, der die Gäste im Spiel hielt. Das Fortuna-Chancentod-Trio mit Max Beister, Patrick Zoundi und Thomas Bröker half aber auch kräftig mit. Beister verdaddelte einen Alleingang von der Mittellinie aus. Ein simpler Heber gegen den weit vor dem Tor platzierten Berbig hätte ein leichtes 2:0 bedeutet. „Er nimmt das Tempo raus, das Tor wird immer kleiner. Da muss Maxi noch lernen“, kritisierte Coach Meier hinterher.
Bröker bei gleich vier Strafraumszenen und Zoundi machten es, trotz größerer Spielerfahrung, nicht besser.
Der VfL-Ausgleich stellte den Spielverlauf auf den Kopf. Der sieben Minuten zuvor eingewechselte Ex-Hannoveraner Kotuljac nutzte ein wenig Freiraum per 25-Meter-Flachschuss. Fortuna-Keeper Ratajczak, bis dahin ohne Fehl und Tadel, tauchte zu langsam.
Dann zauberte Rösler noch strahlende Fortuna-Gesichter. „Da war nichts zu machen. Fortuna hat eine starke Truppe“, lobte der Ex-Düsseldorfer im VfL-Dress, Jan Tauer.
Dass der Fortuna-Sieg hoch verdient war, dazu gab es zwei Meinungen. VfL-Trainer Karsten Baumann klagte: „Wir haben das Glück nicht gepachtet in dieser Saison.“ Immerhin verwehrte Baumann seinem Kollegen Meier nicht den Handschlag. Auch wenn es nach der Pressekonferenz kurz so ausgesehen hatte.
20:46
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13:25
Gruß aus Bochum !
Wir mussten schon 2 mal vor einer leeren Osttribüne spielen....
Das wäre auch für D´dorf angebracht.
10:04
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