Junioren Vierte – Gollan Zweite
30.11.2009 | 17:42 Uhr 2009-11-30T17:42:52+0100
Moers. Bei den Deutschen Meisterschaften trumpfte der männliche Nachwuchs in Jena auf. Natasha holte Silber in Schwerin.
Das war nichts für einen engagierten Trainer: Matthias Block vom Fechtclub Moers musste jetzt bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften der Florettfechterinnen in Schwerin hinnehmen, dass Natasha Gollan und Hannah Fenger im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale aufeinander trafen. Fenger gewann 15:14, was Block aber nicht gesehen hat. Der Trainer hatte die Halle verlassen, konnte nicht mit ansehen, wie seine Schützlinge sich gegenseitig eliminieren.
Doch Gollan schaffte den Einzug über den Hoffnungslauf und holte mit Silber noch prompt den deutschen Vizemeistertitel – in ihrem ersten Jahr bei den Junioren.
Im Mannschaftswettbewerb kam das Team mit Hannah Fenger, Elisabeth Anlahr und Anne Gerwers auf den vierten Platz. Natasha Gollan, die das amtierende deutsche Meisterquartett der A-Jugend komplettiert hätte, musste passen. Sie war nach den Einzel-Gefechten und durch ihre hartnäckige Erkältung fix und fertig.
Block war zufrieden mit dem Ergebnis – auch damit, dass Fenger unter die besten Acht kam. Im Einzel wurde Gerwers noch 25., Nachrückerin Hannah Scheibel kam auf den 67. Rang. Anlahr verpasste nach der Vorrunde die Direktausscheidung.
Junioren mussten im Herrenflorett ran
Bei der Deutschen Meisterschaft im Herrenflorett der Junioren in Jena holte die Fechtclub Moers-Mannschaft mit Jonas Grundler, Matthias Maxem, Felix Ozwirk, Johannes Spicker und mit Trainer Herbert Wagner den vierten Platz. Außerdem gab es ein knapp verpasstes Einzelfinale mit Platz neun für Maxem.
Am ersten Wettkampftag hatten Ozwirk und Grundler jeweils vier von sechs Gefechten in der Vorrunde gewonnen und kamen in die Direktausausscheidung. Maxem war durch seine gute Platzierung in der deutschen Rangliste davon befreit. Spicker kam in der Vorunde nur auf zwei Siege und verpasste als 65. denkbar knapp die KO-Runde der besten 64 Teilnehmer.
Im Gefecht um den Final-Einzug unterlag Maxem 4:15 gegen den Heidenheimer Marino Bullinger. Für Wagner kein Beinbruch: „Matthias ist im ersten Juniorenjahr, er hat sich gut präsentiert und wird sich weiter entwickeln, die Platzierung geht in Ordnung.”
Auch Grundler (18.) kämpfte sich achtbar durch seine Gefechte, verlor nur gegen den Vize-Europameister Sanita vom OFC Bonn und den Mainzer Ahrens. Ozwirk war mit Platz 22 und zwei ungewohnt klar verlorenen Gefechten dagegen unzufrieden.
„Jonas und Felix haben aus privaten Gründen ihr Trainingspensum stark reduziert”, analysiert Wagner. „Im Verhältnis zum Aufwand sind die Ergebnisse zufriedenstellend. Spätestens bei den Junioren ist klar erkennbar, das nur die Athleten vorne mitfechten, die ernsthaft und konsequent ihre sportlichen Ziele verfolgen.” zak

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