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Nahost-Konflikt

Gerade jetzt braucht Israel Unterstützung

22.07.2012 | 18:36 Uhr

Es ist ein ungeheuerer Druck der – mal wieder – auf Israel lastet. Der Staat der Juden ist seit seiner Gründung 1948 zwar Kummer gewohnt, doch die Eskalation der Gewalt im angrenzenden Syrien, dem einzig ernstzunehmenden Verbündeten des Iran, lässt die Menschen zwischen dem See Genezareth im Norden und Eilat am Roten Meer seit vielen Wochen nicht mehr zur Ruhe kommen. Die politische Lage ist extrem angespannt: Nach dem innenpolitischen Streit um den geplanten Wehrdienst auch für ultraorthodoxe Juden steht die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor dem Aus, Neuwahlen sind abzusehen.

Dies in Zeiten, da der gesamte Nahe Osten so unberechenbar ist, wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Grenze Israels zu Ägypten wird durch den dort tobenden Machtkampf zwischen Militär und Muslimbrüdern immer fragiler, in Jordanien kämpft der bislang noch neutrale König Abdullah verzweifelt um seinen Einfluss auf die gemäßigten arabischen Kräfte und in Syrien würde selbst eine Machtverschiebung die Friedensaussichten für Jerusalem kaum erhöhen. Die völlig festgefahrenen Verhandlungen mit den Palästinensern, übrigens auch von Hardliner Netanjahu mit zu verantworten, tun ihr übriges.

Nur allzu verständlich, dass diese Krisenstimmung auch bis zu den Olympischen Spielen in London durchschlägt. Israel hat Angst um seine Sportler, im 40. Jahr der Toten von München 1972. Wer könnte das verdenken, wenige Tage nach dem feigen Anschlag auf einen Bus mit Touristen in Bulgarien. Der Tod lauert überall, wo Menschen jüdischen Glaubens leben, arbeiten, Urlaub machen oder – wie bald in London – sich im internationalen Sportvergleich mit den Besten der Welt messen. Auch deshalb sind Partnerschaft und Solidarität mit Israel gerade jetzt so wichtig.

Christian Peters



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