Fortuna setzt Zoundi-Gespräche aus
31.01.2011 | 19:04 Uhr 2011-01-31T19:04:00+0100
Düsseldorf. Fortuna-Trainer Norbert Meier hat ein offensives „Überangebot“. Patrick Zoundi ist aber am Knie verletzt. Das seit Wochen andauernde Hick-Hack um die Verlängerung des Vertrages von Zoundi hat Fortuna beendet.
Fortuna-Trainer Norbert Meier sagte es nach dem 6:0-Triumph über den FSV Frankfurt sogar selber: „Es kommt nicht oft vor, dass ich während eines Spiels schon in der fünfundsiebzigsten Minute in der Rolle des Genießers stecke.“ War der Chefcoach am vergangenen Freitag aber. Weil seine Zweitliga-Kicker selbst ohne drei Stammspieler – Patrick Zoundi musste in der Halbzeit wegen eines gestern diagnostizierten Innenbandanrisses im Knie in der Umkleidekabine bleiben – den Gegner beeindruckend an die Wand gespielt hatten.
Vom Statisten zum Starter
Und genau aus diesem Fakt ergibt sich für den Coach vermutlich in den nächsten Tagen schon eine kleine Qual der Spieler-Wahl, die Meier sicherlich am allerwenigsten stören dürfte. Schließlich rückten einige Kicker gegen die Frankfurter in den Vordergrund, die bisher in der Fortuna-Startelf kaum eine bis gar keine Rolle gespielt hatten.
„Das ist doch eine tolle Situation“, betont Meier. Und freut sich über unverhoffte Alternativen für die nächste Aufgabe am kommenden Montag (20.15 Uhr, WM-Arena Fröttmaning) beim TSV 1860 München.
Linkes Mittelfeld: Wenn Kapitän Andreas Lambertz einsatzfähig ist, spielt er auch. Trotzdem sind drei Torvorlagen ein Pfund, mit dem Frankfurt-Starter Sascha Dum wuchern dürfte. Das wird keine leichte Wahl für Meier.
Rechtes Mittelfeld: Wegen der gegen Frankfurt wieder aufgebrochenen Knieverletzung ist Patrick Zoundis Stammposition frei. Der Burkiner fällt vermutlich über das 1860-Spiel hinaus aus. Mögliche Variante: Thomas Bröker rückt, sofern seine Oberschenkelblessur das zulässt, ins Mittelfeld zurück und macht vorn neben dem gesetzten Sascha Rösler einen Startplatz frei.
Beister bleibt erster Joker
Angriff: Neben Rösler wird der dreifache Torschütze Ken Ilsø angreifen. Trotz seiner zwei Treffer gegen den FSV bliebe Maximilian Beister „nur“ die Jokerrolle. Hier dürfte der Ex-Hamburger aber erster Ersatzangreifer sein. Vor Ranisav Jovanovic, Marcel Gaus und dem Ungarn Sandor Torghelle, der nun schon zweimal in Folge aus dem 18-Mann-Kader gerutscht war.
Übrigens: Das seit Wochen andauernde Hick-Hack um die Verlängerung des Vertrages von Mittelfeldkicker Patrick Zoundi hat Fortuna gestern beendet – erst einmal, um genauer zu sein. „Aufgrund der medialen Diskussion“, wie es in einer Presseerklärung gestern am frühen Abend hieß.
Sport-Vorstand Wolf Werner sieht die Diskussionspause als Basisvoraussetzung für die weitere Zusammenarbeit mit Zoundi an. Angeblich soll der Spielerberater des Nationalkickers von Burkina Faso den Gehaltspreis seines Schützlings nicht unerheblich nach oben geschraubt haben. Personell tat sich gestern aus Fortuna-Sicht bis zum Spieler-Transferschluss erwartungsgemäß nichts mehr.
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