Das gemeinsame DEG-Ziel lautet Meisterschaft!
12.03.2010 | 10:31 Uhr 2010-03-12T10:31:00+0100
Düsseldorf. Der scheidende Trainer Harold Kreis fordert die Spieler zur kollektiven Zusammenarbeit auf. Am Freitag gegen Iserlohn und am Sonntag in Kassel soll eine Siegesserie gestartet werden.
Es waren zwei turbulente Tage, die hinter den Eishockey-Profis der DEG liegen. Der ausgerechnet am Dienstag wenige Stunden vor der Partie bei den Adler Mannheim durchgesickerte Wechsel von Cheftrainer Harold Kreis eben zu den Quadratestädtern hatte für Wirbel gesorgt – und wohl auch Einfluss auf den Ausgang der Partie gehabt.
„Es herrschte am Spieltag eine gewisse Unruhe in der Mannschaft“, erklärte Kreis mit Blick auf das 1:4. Um diese nun wieder auszubügeln und den Fokus auf das Freitag-Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters (19.30 Uhr, Dome) zu lenken, bat der Coach neun ausgewählte Leistungsträger um Kapitän Daniel Kreutzer zum Gespräch.
„Es gibt nie den richtigen Zeitpunkt“
„Es war mir wichtig, mit den Spielern zu reden“, beteuert Kreis. „Es gibt nie den richtigen Zeitpunkt, um so einen Wechsel zu verkünden. Aber ich wollte es den Jungs noch einmal darlegen.“
Zugleich appellierte Kreis an die neun Wortführer im Team, dass diese mithelfen, die Mannschaft im Ganzen zusammen zu halten und den anstehenden Trainerwechsel nicht als Alibi für ein befürchtetes Nachlassen einzelner Akteure durchgehen zu lassen. „Wenn wir alle kollektiv zusammen arbeiten, sind wir eine Mannschaft, die den Titel holen kann. Nur darum geht es. Nicht um Einzelpersonen“, schwor der 51-Jährige seine Mannen ein. Und gab zugleich die Richtung für den Saison-Rest aus: „Die Spieler und ich haben ein gemeinsames Ziel: die Deutsche Meisterschaft!“
Um dieses Unterfangen in den Play offs aus einer guten Position angehen zu können, soll das Heimrecht gesichert werden. Platz zwei, drei oder vier soll also nach den noch ausstehenden Punktspielen zu Buche stehen. „Unser Ziel für die letzten fünf Partien ist es, eine nach der anderen zu gewinnen“, betonte Kreis.
Der Anfang soll am Freitagabend gegen Iserlohn gemacht werden. „Die Spiele gegen die Roosters sind immer sehr emotional geführt. Das ist gut für uns. Das hat man auch beim 4:3 in Köln gesehen“, erinnerte der Trainer an das rassige Derby vom vergangenen Freitag.
Die Fortsetzung der erhofften Siegesserie soll dann am Sonntag im Gastspiel bei Angstgegner Kassel Huskies gelingen (18.30 Uhr, Auestadion). Dort gab es zuletzt drei Niederlagen in Serie. „Wir haben es uns gegen Kassel immer selbst schwer gemacht, weil wir teilweise nachlässig gespielt“, so der Deutsch-Kanadier. „Das soll am Sonntag diesmal nicht der Fall sein."
Dazu mahnte der Übungsleiter vor allem von der Angriffsreihe um Brandon Reid, Shane Joseph und Mark Murphy mehr taktische Disziplin an: „Die sind aus Übermut in Mannheim manchmal deutlich länger als 35 bis 40 Sekunden auf dem Eis geblieben, waren dann nicht frisch und wir haben Gegentore kassiert. Das war in Köln und beim 3:2 gegen Berlin besser. Wir brauchen diese Disziplin.“
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