Adler verlieren Spiel und Neumann
07.02.2010 | 22:45 Uhr 2010-02-07T22:45:00+0100
Moers. Bundesligist Moerser SC unterliegt in Haching mit 1:3. Mannschaftskapitän muss mit Verdacht auf Bänderriss raus.
Die „englische Woche” ist für die Bundesliga-Volleyballer des Moerser SC gestern Nachmittag erfolglos geendet. In Haching unterlagen sie mit 1:3 (18:25, 19:25, 25:18, 19:25) Sätzen und kassierten damit die zweite Niederlage innerhalb von fünf Tagen.
Schon früh zeichnete sich der Erfolg des amtierenden Pokalsiegers aus Haching ab. Zwar hielten die Adler im ersten Durchgang gut mit und schafften bei 11:11 sogar den Ausgleich, dann legten die Gastgeber aber zu und erspielte sich erneut die Führung. Wenige Minuten später ging es mit 13:16 in die zweite technische Auszeit und Haching baute seinen Vorsprung aus.
Gastgeber erzielen fünf Punkte in Folge
Fünf Punkte in Folge erzielten die Gastgeber, bevor die Adler konterten. Da stand es bereits 14:21 aus Moerser Sicht, der Satz war entschieden. Prompt ließen die Hachinger die Zügel wie schon im Hinspiel schleifen, die Adler kamen mit einer kurzen Serie noch einmal heran. Gefährlich wurden sie jedoch nicht mehr und so ging der erste Durchgang deutlich mit 25:18 an die Gastgeber.
Im zweiten Satz stellte MSC-Trainer Chang Cheng Liu dann gezwungener Maßen um. Tobias Neumann musste mit Verdacht auf Bänderriss – er war nach einem Sprung auf dem Fuß eines Hachingers gelandet – vom Feld. Für ihn kam Robin Gietzelt ins Spiel, wie auch Dirk Grübler und Victor Bird. Die Umstellung änderte allerdings zunächst nichts daran, dass die Adler erneut schnell zurückfielen. Viel zu selten schlossen die Moerser ihre Angriffe erfolgreich ab, die Abwehr der Hachinger stand stabil.
Erst im dritten Satz konnten die Moerser sich durchsetzen. Dieses Mal hatten sie die frühe Führung erobert, bauten sie im Satzverlauf kontinuierlich aus. Besonders die Einwechslung von Diagonalangreifer Victor Bird machte sich nun bemerkbar. Der Puerto Ricaner sorgte fortan für mehr Gefahr im Moerser Angriff.
Doch Haching antwortete. Im vierten Durchgang kam Moers kaum noch zum Zug. Wieder setzten sich die Gastgeber ab, hielten ihren Vorsprung. So bleibt den Moersern nur der wichtige Satzgewinn gegen den Pokalfinalisten als Trost – im Hinspiel war ihnen das nicht gelungen.
DAS SAGEN DIE TRAINER:
Chang Cheng Liu (MSC): Wir waren heute nicht locker genug, haben zu verkrampft gespielt. Die Jungs wollten kämpfen, aber das hat nicht so gut geklappt. Bei einigen Schiedsrichterentscheidungen haben wir aber noch Pech gehabt. Wir dachten vor allem in der Abwehr nicht an unser Stellungsspiel und waren insgesamt zu passiv.
Mihai Paduretu (Haching): Wir haben eigentlich ganz gut angefangen, dann haben wir aber später etwas die Geduld verloren. Besonders im dritten Satz sind wir richtig schlecht aufgetreten, das gilt für die ganze Mannschaft. Im Nachhinein ist mir das aber ganz recht, das kann ich nun im Training noch einmal deutlich ansprechen.

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