Studie belegt Infektionsrisiko in öffentlichen Toiletten
29.06.2012 | 06:48 Uhr 2012-06-29T06:48:00+0200
Düsseldorf. Die Gefahr, sich Magen- und Darminfektionen zuzuziehen, ist in öffentlichen Toiletten besonders hoch. Forscher der Hohenstein Institute haben sich hierzu im Rahmen einer praxisnahen Studie mit den Wegen und Risiken der Ansteckung an diesen Orten beschäftigt.
Die häufigsten Infektionskrankheiten sind Magen- und Darm-Infektionen und fast jeder Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens mehrmals daran. Wer Ansteckungen gezielt verhindern will, muss die Übertragungswege genau kennen. Im Rahmen einer aktuellen Studie der Forschungsabteilung Hygiene , Umwelt und Medizin der Hohenstein Institute, verfolgen Wissenschaftler Ansteckungswege und -risiken in einer öffentlichen Toilette.
Dabei wird untersucht, wie viele Mikroorganismen durch die Hand einer Versuchsperson von einer Toilettenbürste auf die Türklinke übertragen werden und wie viele dieser Erreger dann von einer nächsten Person von der Türklinke aufgenommen und weiter verbreitet werden. Zudem wird bei dieser Untersuchung die Anzahl der ermittelten Keime mit der Anzahl der Keime verglichen, die bekanntermaßen zum Ausbruch einer Infektion führen.
Praxisnahe Modelle sind die Zukunft
Erste Ergebnisse zeigen wie erwartet, dass sich die Anzahl der Organismen mit jedem Übertragungsschritt reduziert. Trotzdem reicht die Keimmenge in einigen Fällen für eine Ansteckung noch aus. Danach ist die Ansteckungsgefahr für Durchfallerkrankungen auf öffentlichen Toiletten recht hoch. Diese Krankheiten werden schon durch wenige Erreger ausgelöst. Recht unwahrscheinlich ist dagegen eine Ansteckung mit Genitalpilzen, da es hierfür eine sehr hohe Anzahl an Erregern braucht.
Das Untersuchungsmodell ist auch auf andere öffentliche Umgebungen wie Restaurants und Hotels übertragbar. Im Kampf gegen Infektionskrankheiten und zur Verhinderung von Pandemien gehört derartigen Modellansätze die Zukunft. Das bestätigt auch die Projektleiterin Dr. Anja Gerhardts vom Institut für Hygiene und Biotechnologie an den Hohenstein Instituten: 'Wir müssen das Spektrum unserer Prüfmethoden erweitern, weg von den Standard-Laborverfahren nach Norm, hin zu praxisnahen Modellen, die uns eine realistische Abbildung von Infektionsketten und Einschätzung der Risiken ermöglichen.'
02:23
Wer hätte das gedacht?????
15:42
Händewaschen hilft! DIe vorhandenen Keime müssen nun einmal durch den Mund in den Magen und Darm gelangen.
Wie andere Untersuchungen zeigen, fehlt es genau an dieser Grundhygiene, die man mit Wasser und einem Stück Seife gut einhalten kann.
Ich wasche mir immer vor dem Toilettenbesuch die Hände... ;o)