Das aktuelle Wetter NRW 19°C
Ernährung

Ostergebäck auch bei Gluten-Unverträglichkeit

22.03.2013 | 05:45 Uhr
Ostergebäck auch bei Gluten-Unverträglichkeit
Menschen mit einer Gluten-Unverträglichkeit müssen nicht unbedingt auf Ostergebäck verzichten. Foto: Martin Möller

Stuttgart.   Menschen mit einer Gluten-Unverträglichkeit scheuen sich oft, Einladungen zum Essen anzunehmen: Viele Speisen vertragen sie nicht. Zu Ostern lässt sich dieses Problem leicht umgehen: Es gibt auch glutenfreies Ostergebäck zu kaufen. Darauf müssen Betroffene oder Angehörige beim Kauf achten.

Menschen mit einer Gluten-Unverträglichkeit müssen auf Ostergebäck nicht verzichten. Voraussetzung ist allerdings, dass sie zum Backen glutenfreie Mehlmischungen verwenden. Darauf weist die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft in Stuttgart hin. Denn die üblichen Getreidesorten Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer und Gerste enthalten das Klebereiweiß Gluten, das bei Betroffenen häufig zu Durchfall führt.

Alternative Zutaten sind zum Beispiel Mais, Reis, Hirse, Buchweizen, Amaranth oder Quinoa. Diese dürfen nicht in einer Mühle gemahlen werden, in der auch glutenhaltige Getreide gemahlen wird. Denn auch kleinste Spuren davon machen Zöliakie-Patienten zu schaffen. Die Krankheit kann sich auch durch Eisenmangel, Schlaflosigkeit oder Depressionen bemerkbar machen. (dpa)



Kommentare
22.03.2013
14:34
Ostergebäck auch bei Gluten-Unverträglichkeit
von Juelicher | #1

Von einer Zöliakie sind 0,5 % der Bevölkerung betroffen, also eine verschwindende Minderheit. Diese läßt sich durch eine Endoskopie sicher nachweisen. Trotzdem werden immer mehr Produkte auf den Markt geworfen, die mit dem Begriff "glutenfrei" werben. Offenbar möchten die Hersteller der breiten Öffentlichkeit suggerieren, dass dies einen gesundheitlichen Vorteil bietet. Zunehmend halten sogar scheinbar seriöse Ärzte Vorträge über Nahrungsunverträglichkeiten, Zöliakie oder Laktoseintolleranz, um den Eindruck zu verbreiten, davon seien relativ viele Menschen betroffen. Es sind allerdings nur kleine Minderheiten, die mit - extremen - Symptomen reagieren - auch bei der in Mode gekommenen Laktoseintoleranz, wo nur sehr wenige Menschen auf übliche Milchmengen negativ reagieren.
Das führt dazu, dass viele Menschen - aufgrund der natürlichen großen Sensibiltät des Verdauungstrakts - glauben, jede Verdauungsstörung wäre nun eventuell eine der modischen Nahrungsunverträglichkeiten.

Aus dem Ressort
Bei anhaltendem Sodbrennen besser einen Arzt aufsuchen
Beschwerden
Leiden Betroffene unter Sodbrennen, sollten sie vorsichtig sein und im Zweifelsfall besser einen Arzt konsultieren. Denn wird zu lange selbst mit Medikamenten behandelt, können diese dafür sorgen, dass ernsthafte Erkankungen nicht entdeckt werden. Die Mittel wieder abzusetzen, kann schwierig werden.
Bei Übelkeit nach Pilzessen sofort Arzt alarmieren
Vergiftung
Vergiftungen durch Pilze nehmen momentan wieder stark zu. Pilzsammler sollten bei ersten Anzeichen einer möglichen Vergiftung sofort den Arzt alarmieren. Denn Pilze können vor allem Leber und Nieren stark schädigen. Dies kann tödlich sein. Anzeichen sind vor allem Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen.
Trotz Ausbildungsstress - Hobbys nicht vernachlässigen
Entspannung
Gerade zu Beginn sollten Auszubildende darauf achten, sich nicht zu überlasten und die Freizeit nicht unter dem Job leiden zu lassen. Freunde zu treffen, Hobbys nachgehen und auszugehen hilft beim Stressabbau - und zwar wesentlich besser, als allein zu Hause vor dem Fernseher zu sitzen.
Bundesminister Gröhe appelliert an Arzneimittelindustrie
Medikamente
Der Bundesgesundheitsminister appelliert an die Pharmaindustrie, mehr Verantwortung zu unternehmen. Hintergrund ist der Anstieg der Medikamentenausgaben der Krankenkassen im ersten Halbjahr. Kritik übte Gröhe außerdem daran, dass neue Innovationen nicht neuen Patientenbedürfnissen gerecht würden.
Uniklinik Düsseldorf bereitet sich auf Ebola-Patienten vor
Ebola
Seit August wird in Hamburg ein Ebola-Patient behandelt. Auch die Düsseldorfer Uniklinik hält sich bereit. Die Sonderisolierstation kann jederzeit "scharf geschaltet" werden. Bei Ebola-Patienten gelten hohe Sicherheitsvorkehrungen. Die Uniklinik Düsseldorf ist sogar gegen Bio-Terroristen gewappnet.
Umfrage
Die Stadt Dortmund lehnt Pfandringe an Mülltonnen ab: Sie seien zu gefährlich . Teilen Sie diese Einschätzung?

Die Stadt Dortmund lehnt Pfandringe an Mülltonnen ab: Sie seien zu gefährlich . Teilen Sie diese Einschätzung?

 
Fotos und Videos