Das aktuelle Wetter NRW 9°C
Service

Kindersitze sind auch beim Fliegen sinnvoll

01.07.2012 | 08:45 Uhr
Kindersitze sind auch beim Fliegen sinnvoll
Ein Kindersitz kann auch im Flugzeug Sicherheit bieten.Foto: G. Heidecke, WAZ Fotopool

Essen.   Wer mit seinem Kind im Flugzeug verreist, sollte den Nachwuchs möglichst nicht auf dem Schoß anschnallen. Denn im Falle einer Notlandung können immense Kräfte auf den Bauchraum der Kinder wirken. Ideal ist ein eigener Sitzplatz mit geeignetem Kindersitz.

Das Flugzeug ist nach wie vor eines der sichersten Verkehrsmittel. Rund 175 Millionen Menschen starteten oder landeten im vergangenen Jahr auf deutschen Flughäfen. Wer sich mit kleinen Kindern auf die Reise begibt, sollte dem TÜV Rheinland zufolge in punkto Sicherheit einiges bedenken.

Kleinkinder werden in vielen Flugzeugen mit dem so genannten „Loop Belt“ oder „Schlaufengurt“ auf dem Schoß der Eltern festgeschnallt. Dieser Zusatzgurt wird in den Beckengurt des Erwachsenen eingefädelt und um das Kind herumgelegt. Damit wird das Kind auf dem Schoß des Erwachsenen fixiert. Im Fall von Turbulenzen oder einer Notlandung können dadurch jedoch immense Kräfte auf den Bauchraum der Kinder wirken und im schlimmsten Fall sogar innere Verletzungen hervorrufen.

Ideal ist ein eigener Sitzplatz mit geeignetem Kindersitz

Luftfahrtexperten beim TÜV Rheinland empfehlen deshalb, für alle Kinder bis zu einer Körpergröße von 1,25 Metern einen eigenen Sitzplatz zu buchen. Wer einen für die Luftfahrt zugelassenen Auto-Kindersitz mitnimmt oder bei der Airline bucht, geht für seinen Nachwuchs auf Nummer Sicher. Erkennbar sind diese Sitze am TÜV Rheinland-Prüfzeichen „For use in aircraft“. Nur Sitze mit diesem Label können im Flugzeug genutzt werden. Vor der Flugbuchung sollten die Eltern zudem bei der Airline anfragen, ob Kindersitze bei Start, Landung und Turbulenzen genutzt werden dürfen. Einfacher: bei der Auswahl der Fluggesellschaft auf das Prüfzeichen „Child Seats Welcome“ achten, das der TÜV Rheinland vergibt.

Anika Lautz


Kommentare
Aus dem Ressort
Ärzte sehen Chancen in Selbstoptimierung per Smartphone-App
Gesundheit
Der eine checkt täglich seinen Stresspegel, der andere testet mit dem Smartphone seine gute Laune: Der Trend zu Selbstüberwachung per App nimmt teils kuriose Ausmaße an. In manchen Anwendungen sehen Mediziner aber durchaus Potenzial für die Kommunikation zwischen Arzt und Patient.
Experten raten von langer Pause im Büro ab
Entspannung
Wer eine ganze Stunde Mittagspause machen darf, ist darüber sicher froh - keine Hektik beim Essen, vielleicht ein Spaziergang oder ein Gespräch mit Kollegen, alles sehr entspannend. Doch noch besser als eine lange Auszeit pro Arbeitstag wirken sich mehrere kurze Pausen aus.
Was Patienten bei Verdacht auf Behandlungsfehler tun können
Gesundheit
Für ein fatales Versehen nach einer Schönheits-OP müssen jetzt eine Mainzer Klinik, ein Arzt und eine Medizinstudentin haften. Wenn Patienten glauben, ihr Arzt habe einen Fehler gemacht, sollten sie wissen, wie sie sich wehren können. Hier erhalten Sie die wichtigsten Informationen.
Nach Unfall oder Krankheit bei Flügen an Thrombose denken
Venenschutz
Nach einer schweren Krankheit oder einem Unfall im Urlaub sollten Reisende mit dem behandelnden Arzt über eine Thromboseprophylaxe sprechen, bevor sie den Rückflug antreten. Das empfiehlt die Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung.
Hattinger Klinikärzte implantieren zwei winzige Herzmonitore
Medizin
In der Klinik Blankenstein wurden zwei Patienten moderne Monitore implantiert, die so winzig sind wie nie und den Herzrhythmus überwachen. Die Geräte sind auch für Patienten mit Schwindelanfällen interessant und können sogar ambulant eingesetzt werden - wenn die Krankenkassen denn zahlen würden.
Umfrage
Viele Kommunen kämpfen mit Privatfirmen um Altkleider. Was machen Sie mit Ihren abgelegten Sachen?

Viele Kommunen kämpfen mit Privatfirmen um Altkleider. Was machen Sie mit Ihren abgelegten Sachen?

 
Fotos und Videos