Das aktuelle Wetter NRW 20°C
Forschung

Diesel so krebserzeugend wie Asbest, Arsen oder Senfgas

14.06.2012 | 05:45 Uhr
Diesel so krebserzeugend wie Asbest, Arsen oder Senfgas
Die WHO fordert einen drastische Reduzierung von Dieselabgasen weltweit.Foto: dapd

Essen.   Die Weltgesundheitsbehörde WHO weist daraufhin, dass Dieselabgase ebenso krebserregend sind wie Asbest, Arsen oder Senfgas. Die WHO fordert aus diesem Grund eine deutliche Reduzierung von Dieselabgasen weltweit.

Auf drastische Schäden durch Dieselabgase für die Gesundheit weist die WHO (World Health Organisation) hin. Eine Tagung der internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) in Lyon brachte die Erkenntnis, dass Abgase von Dieselmotoren ebenso krebserregend sind wie Asbest.

Die IARC ist eine Abteilung der Weltgesundheitsbehörde WHO. Bereits 1988 stuften die Experten Dieselabgase als 'möglicherweise krebserregend' ein. Nachdem umfangreiche Daten aus einer Langzeituntersuchung vorlagen, kommen die WHO-Experten nach der Auswertung zu dem Schluss, dass Abgase aus Dieselmotoren tatsächlich hochgradig krebs fördern sind.

Die Krebs-Forscher stufen das cancerogene und damit tödliche Potential von Dieselabgase auf der selben Stufe wie Asbest, Arsen und Senfgas ein. Dieselabgase fördern vor allem Lungen - und Blasenkrebs . IRAC-Chef Christopher Portier fordert eine drastische Reduzierung von Dieselabgasen weltweit. (mid)



Kommentare
Aus dem Ressort
Verbraucher wählen Alete-Trinkmahlzeit zur größten Werbelüge
Goldener Windbeutel
Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé bekommt in diesem Jahr den Schmäh-Preis "Goldener Windbeutel" der Verbraucherschutz-Organisation Foodwatch. Seine Alete-Trinkmahlzeiten für Kinder wurden von Verbrauchern zur größten Werbelüge des Jahres gewählt. Auf Platz 2: Hühnersuppe ohne Huhn.
Wenn ich selbst nicht mehr entscheiden kann
Vorsorge
Unfall, Krankheit, Altersschwäche – viele Umstände können dazu führen, dass Menschen sich nichtmehr um ihre Angelegenheiten kümmern können. Eine Vorsorgevollmacht oder eine Betreuungsverfügung helfen, vorab zu bestimmen, wer in diesem Fall die Geschäfte regeln soll.
Berauschende Kräutermischungen fordern mehrere Todesopfer
Legal Highs
Sogenannte "Legal Highs" beunruhigen die Behörden. Diese rauschauslösenden psychoaktiven Substanzen sind völlig legal im Internet zu erwerben. Die Hersteller bringen die neuen Produkte schneller auf den Markt, als der Staat sie verbieten kann. Allein in diesem Jahr gab es sechs Todesfälle.
Beim Zahnersatz gezielt nach allen Alternativen fragen
Zahngesundheit
Bevor sich Patienten für einen Zahnersatz entscheiden, sollten sie den Arzt gezielt nach allen Alternativen fragen. Bei gesunden Nachbarzähnen kann ein Implantat gegenüber einer Brücke die bessere Wahl sein. Im Zweifel sollten sich Patienten eine zweite Meinung einholen.
EU-Kommissar will Lebensmittel-Standards bei TTIP sichern
Politik
Wenn es um die Einhaltung der Lebensmittel-Standards in der EU geht, will der neue EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis keine Kompromisse eingehen. Die bisherigen Standards müssten auch in Hinsicht auf das Transatlantische Handelsabkommen mit den USA weiterhin eingehalten werden.
Umfrage
Fastfood-Ketten wollen den Mindestlohn aushebeln - verstehen Sie die Empörung der Angestellten?

Fastfood-Ketten wollen den Mindestlohn aushebeln - verstehen Sie die Empörung der Angestellten?

 
Fotos und Videos