VW bietet großzügige Kulanz bei defekter TSI-Baureihe
18.06.2012 | 13:06 Uhr 2012-06-18T13:06:00+0200
Essen. Die Vierzylinder-Benziner der TSI-Baureihe von Volkswagen sind ins Gerede gekommen wegen teurer Motorschäden, die bereits bei geringen Laufleistungen auftreten können. VW will den Ängsten von Gebrauchtwagenkäufern mit einer überarbeiteten Kulanzregelung entgegenwirken, die auch rückwirkend gilt.
Der Volkswagen-Konzern hat über alle Marken hinweg die Kulanzregelung für bestimmte Defekte bei TSI-Motoren erweitert. Sie ist unbefristet und gilt auch für Altfälle rückwirkend. Hintergrund ist der drohende Imageschaden und das dadurch gefährdete Gebrauchtwagen-Geschäft.
Die Vierzylinder-Benziner der TSI-Baureihe sind ins Gerede gekommen wegen teurer Motorschäden, die bereits bei geringen Laufleistungen auftreten können. Die beliebten 1,4-Liter- und vereinzelt die 1,2-Liter-Motoren vom Modelljahrgang 2006 bis 2010 sind betroffen.
VW spricht von „einigen Hundert Fällen“ bei insgesamt 1,9 Millionen produzierten TSI-Motoren. Es lasse sich nicht sagen, in welche Wagen genau fehlerhafte Teile eingebaut wurden. Manchmal fallen die Maschinen durch lauter werdendes Rasseln auf. Ansonsten lassen sich betroffene Motoren nicht ohne aufwendige Demontage identifizieren.
Betroffen sind neben den Nockenwellenverstellern die Steuerketten und deren Spanner, eigentlich ein auf Lebenszeit des Autos ausgelegtes Bauteil. Durch Verarbeitungsmängel bei der Herstellung längt sich die Kette und springt über einzelne Zähne der Zahnräder. Das kann zum Motor-Totalschaden führen.
Bereits entschiedene Fälle können erneut eingereicht werden
VW gewährt Kulanz und übernimmt bei bis zu drei Jahre alten Fahrzeugen mit nicht mehr als 100.000 Kilometer Laufleistung die volle Kostenübernahme. Bei älteren Fahrzeugen ist die Entschädigung gestaffelt, beträgt aber immer mindestens 50 Prozent. Bei besonders teuren Schäden verspricht Volkswagen bis zu 90 Prozent Ersatz. Im schlimmsten Fall wurden Motoren zerstört und der Einbau einer Ersatzmaschine hat über 5000 Euro gekostet.
Auch bereits bearbeitete Altfälle werden bei Wiederholung des Kulanzantrages berücksichtigt. In allen Fällen ist eine Wartung nach Werksvorschrift, also nicht zwingend in einer Markenwerkstatt, Pflicht.
17:33
Wo wurde die betreffende Steuerkette von VW denn gerfertigt? Ist es nun der Hersteller der Bauteile der Schuld hat oder VW?
16:02
hat jemand hier erfahrungen damit? kündigt sich die defekte steuerkette bei vw-modellen wirklich irfgendwie an? macht mir ein bisschen angst. ein plötzlicher motorschaden wäre wohl der pure horror!
15:47
Ich glaube nicht, das die Probleme mit der steuerkette bei VW einen Imageschaden hervorrufen. Die mesten VW-Fahrer denken doch: einmal VW, immer VW. Da muss man sich nicht umgewöhnen geschweige denn irgendwelche Knöpfe suchen.
14:20
waas ist nur aus den guten alten saugern geworden? keine tsi steuerkette -keine probleme...
13:04
Zitat:.Durch Verarbeitungsmängel bei der Herstellung längt sich die Kette und springt über einzelne Zähne der Zahnräder. Das kann zum Motor-Totalschaden führen.....
Das Vorgenannte sagt, dass VW bei der Qualitätssicherung geschlampt hat, natürlich der Hersteller der Bauteile auch, aber für den Käufer steht der Autohersteller gerade.
Die Kulanzregelung ist nicht kulant, da sie nur Vielfahrer und Neuwagenkäufer stützt.
Gebrauchtwagenkäufer sind die Geschädigten!
Auch da hat VWeinen Namen zu verlieren.
Übrigens, mein 82er Golf hat erst bei 250000km den Schrottplatz gesehen. Vielleicht ist er auch noch in Osteuropa weiter gelaufen, aber höchstens bis zur Wende in 89. Der Motor war noch i.O.!
15:20
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11:34
Dumm nur das es hier weder um Turbo noch um Kompressoren geht sondern um eine Steuerkette die nichts mit den genannten Bauteilen zu tun hat. Auch geht es hier um die "kleinen" Motoren die diese Kombination auch gar nicht haben.
08:02
Na ja, liegt ja irgendwie auf der Hand, dass mit Turbo und Kompressor versehene Motörchen früher defekt sein müssen als die alten VW-Motoren der Baureihe 827.
1.8 L Hubraum und moderate 90 PS sind schon mal für 300.000 km gut. Heute laufen die meisten Neuwagen eh 3 Jahre auf Leasing und werden mit 60.000 km dem geneigten Gebrauchtwagenkäufer überlassen. Pech, wer da nicht noch mal 5000 € für nen Austauschmotor gerade mal parat hat.
22:09
Wegen ein paar hundert Fällen bei 2 Millionen Autos wird so eine Panik geschoben ? Wer zahlt denn diese Kampangne ? Hyundai oder Fiat ? Hammerhart !
Da hat ja der 1er BMW 4-Zylinder (erste Baureihe) oder Peugeot mit dem THP-Motor bestimmt mehr Motorschäden als die paar Fahrzeuge da :-D