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Mautprellen im Ausland kann viel Geld kosten

18.06.2012 | 05:45 Uhr
Mautprellen im Ausland kann viel Geld kosten
Anders als in Deutschland kostet das Nutzen der Autobahn im Ausland zusätzlich Geld. Mautpreller haben nichts zu lachen.Foto: dapd

München.  Was in Deutschland noch heiß diskutiert wird, ist in den meisten europäischen Ländern bereits Standard: die Pkw-Maut. In einigen Ländern erkauft man sich den Zugang zur Autobahn per Vignette oder Anmeldung in einem System. Wer das vergisst muss mit saftigen Geldstrafen rechnen.

In den meisten europäischen Reiseländern ist die Benutzung von Autobahnen und Schnellstraßen kostenpflichtig . In Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Mazedonien, Polen, Portugal, Serbien und Spanien zahlt man pro zurückgelegten Kilometer, listet der ADAC in München auf. Die Kosten richten sich also nach der Streckenlänge.

Vignetten mit unterschiedlichen Geltungsdauern gibt es dagegen in Bulgarien, Österreich, Rumänien, Slowenien, Tschechien und Ungarn sowie in der Schweiz und der Slowakei. In manchen Ländern wird die Maut zum Teil mithilfe von elektronischen Systemen erhoben.

Bis zu 800 Euro Bußgeld

"Anders als bei der Bezahlung an Mautstationen kann der Kauf einer Vignette oder das Anmelden an elektronischen Systemen übersehen werden", warnt ADAC-Mitarbeiterin Regina Ammel. Da sei Vorsicht geboten. "Die Strafen sind oftmals drastisch", sagt Ammel.

Bei einem Mautvergehen in Slowenien würden bis zu 800 Euro fällig. In der Slowakei sei eine Strafe vom Dreifachen des Vignettenpreises üblich, doch auch das Zehnfache sei möglich. Auch das Nachbarland Österreich verstehe bei Mautprellern keinen Spaß: Hier müsse eine Ersatzmaut von 120 Euro oder ein Bußgeld von mindestens 300 Euro entrichtet werden. (dapd)

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