Opel fährt Kurzarbeit weiter zurück
16.02.2009 | 15:49 Uhr 2009-02-16T15:49:00+0100
Bochum. Dank der Abwrackprämie spürt der Autobauer Opel eine „extreme Nachfrage nach Kleinwagen”. Davon profitieren die Bochumer Getriebefertigung und das Corsa-Werk in Eisenach. In beiden Werken wird im März durchgearbeitet. Derweil entflammt eine neue Diskussion um eine Staatsbeteiligung an Opel.
Dank gestiegener Verkaufszahlen durch die Abwrackprämie kann Opel die Kurzarbeit zurückfahren. „Wir spüren eine extreme Nachfrage, vor allem nach unseren Kleinwagen”, sagte der Europa-Vize der Opel-Mutter General Motors (GM), Alain Visser. In der Eisenacher Corsa-Fabrik werde daher im März durchgearbeitet. Bislang waren vier Tage Kurzarbeit geplant.
Von dieser positiven Entwicklung profitiert auch das Bochumer Opel-Werk. „Im Getriebewerk haben wir nach derzeitigem Stand im März keine Kurzarbeit”, sagte der Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel der NRZ. Bereits im laufenden Monat habe man die Kurzarbeit von geplanten acht auf sechs Tage reduzieren können. „Ich hoffe, dass sich die gute Entwicklung auch bei unserer Astra-Produktion bemerkbar macht”, so Einenkel. Noch werde untersucht, ob man auch dort die Produktion wieder steigern kann.
Beteiligt sich der Staat direkt an Opel?
Unterdessen bringen die Opel-Betriebsräte zunehmend eine Herauslösung von Opel aus dem GM-Konzern und eine direkte Staatsbeteiligung ins Spiel. Wenn der Staat für Opel bürge, solle er sich auch mit Kapital beteiligen und das Unternehmen so mit kontrollieren. „Das ist doch dann nur konsequent”, so Einenkel.
„Die Schlüsselfrage liegt jetzt bei GM”, sagte er mit Blick auf Dienstag. Dann muss GM den lang erwarteten Sanierungsplan vorlegen, um sich für die Milliardenhilfen der US-Regierung zu rechtfertigen. „Wenn GM die benötigten Finanzhilfen erhält, kann es so weitergehen”, so Einenkel. Doch „wenn GM nichts mehr mit uns zu tun haben will oder darf wäre es nicht schlecht wenn wir einen eigenen Weg gehen”. Dann sei indes ein Investor „mit sehr viel Geld” nötig. „Das kann der Staat, das können aber auch private Unternehmen sein. Auch mit der Politik sei man über solche Szenarien im Gespräch.
Ihre Erfahrungen mit der Abwrackprämie
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Eine neue Idee wäre eine Beteiligung des Bundes oder der Länder mit Opel-Standorten nicht – Niedersachsen hält seit Jahren ein Fünftel der VW-Anteile. Experten erwarten jedoch, dass sich GM kaum freiwillig von seiner wichtigsten Auslandstochter trennt. Angesichts der Krise auf dem US-Markt setzt GM gerade auf Europas Autokäufer große Hoffnungen. (NRZ)
14:29
Warum fehlen hier die Kommentare der Opelaner ?
Wahrscheinlich sind sie zu neunzig Prozent durch Roboter ersetzt worden.
Oder haben alle Schiss davor, das ihr Konzern die persönliche Lebenssituation durchleuchtet ?
Das Böse geht um in Deutschland.
Wer fürchtet sich vor´m schwarzen Mann?
13:57
@ Bruder Tac
Richtg, was du sagst.
Gesetzlichen Regelungen, was den Verbrauch anbelangt, ist mit dem sog. Flottendurchschnitt genüge getan.
Die Hersteller orientieren sich nicht vorwiegend an den nationalen Emissions-Richtlinien, sondern eben an dem durchschnittlichen Output der Schadstoffe, die die Fahrzeuge des Konzens in einem durchschnittlichen Autoleben emitieren könnten.
Diese Messungen sind so kompliziert und uneindeutig wie möglich, damit man in möglichst vielen Ländern seine Fahrzeuge verkaufen kann.
Z.B. wäre der GM-Konzern ohne Opel, Vauxhall und Daewoo, längst nicht mehr in der Lage, seine Emissionsvorgaben zu halten.
Das das grundsätzlich Augenwischerei ist, steht auf dem Wahrheitsblatt.
Aber wir sprechen hier nicht über Wahrheit, oder ?
12:19
Was ist denn nach dem März und wenn die Gelder für die Abwrackprämie aufgebraucht sind?
11:02
Ich werde nie verstehen, was GM da treibt. Die jammern in den Staaten rum, daß ihnen sogar das Geld fehle um umweltfreundliche Autos zu entwickeln. Dabei haben sie Fahrzeuge im Konzern, die in den USA noch umweltfreundlicher wären, als umweltfreundlich.
Für die USA sind Fahrzeuge schon umweltfreundliche, wenn sie 25 Meilen pro Galone schaffen. Das entspricht einem Verbrauch von 9,4l/100km. Wenn man jetzt noch die Normunterschiede berücksichtigt, dann entsprechen 25MpG etwa 11l/100km.
Und bei Opel, einer Tochter von GM, sind jede Menge Fahrzeuge im Angebot, die 7l/100km schaffen und auch deutlich weniger. Das sind nach US-Norm fast 40 Meilen pro Galone.
Aber Fahrzeuge mit nur 4 Zylindern sind in den USA ja nicht verkäuflich. Der US-Kunde will ja mindestens 6 Zylinder.
Vater Staat sollte hier ganz schnell Handeln und Opel verstaatlichen und damit aus GM herrauslösen, bevor GM Opel mit seiner Ignorranz, Inkompetenz und schlichter Dummheit mit in die Tiefe reißt.