Ein pudelgroßes Fohlen
09.07.2009 | 18:51 Uhr 2009-07-09T18:51:00+0200
Im Duisburger Zoo haben die Shetlandponys Anton und Nicolette erneut Nachwuchs bekommen
Shetlandponyhengst Anton und seine Partnerin Nicolette sind ein ungleiches Paar. Anton ist schon 30 Jahre alt, Nicolette ist 19 Jahre jünger. Doch die beiden mögen sich sehr. Zum siebten Mal haben sie nun Nachwuchs bekommen. Jetzt läuft ein niedliches Mini-Fohlen durch den Streichelzoo des Duisburger Zoos.
Das Fohlen ist ein Weibchen und hat ein gräulich-schwarzes Fell. Es trinkt viel bei seiner Mutter und ist ansonsten damit beschäftigt, seine Umgebung zu erkunden.
Ausgewachsen sind Shetlandponys nur 100 bis 110 Zentimeter groß. Das Fohlen ist nur so groß wie ein Pudel. Shetlandponys gehen auf eine Kreuzung mit Araberpferden zurück. Auf den Shetlandinseln, wo sie herkommen, haben sich die Tiere an ein sehr hartes Klima und ein nicht besonders gutes Futterangebot gewöhnt. Dadurch sind sie besonders widerstandsfähig und anspruchslos.
Im 18. Jahrhundert wurden Shetlandponys in englischen Bergwerken eingesetzt. Sie mussten in den Gängen unter der Erde die Kohlewagen zum Schacht ziehen. Weil sie so klein waren, passten sie gut durch die niedrigen Gänge. Im Jahr 1900 kamen die ersten Shetlandponys nach Deutschland, wo sie heute weit verbreitet sind.
Die kleinen Ponys findet man oft in Streichelzoos, denn sie sind genügsam und lassen sich grundsätzlich gerne streicheln. Darüber freuen sich vor allem Kinder, die die meisten anderen Tiere im Zoo nicht berühren können. Im Streichelzoo im Duisburger Zoo leben Kamerunschafe und Esel mit den Shetlandponys zusammen. Außerdem gibt es eine Voliere mit Wellensittichen und Nymphensittichen.
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Die Zucht in Gefangenschaft sorgt für einen Überschuss an Tieren. Babys sind nämlich Kassenmagneten und ziehen massenweise Besucher an, die zusätzlich zum Eintrittsgeld auch noch Geld in den Geschenkeshops und Snackbars der Zoos ausgeben.
Zoos können vielleicht größere und feudalere Anlagen bauen, aber es sind und bleiben doch Gefängnisse. Viele Verbesserungen sind eher kosmetischer Art und dienen eher den Besuchern als den Tieren. Die meisten Tiere in Gefangenschaft leiden unter Frustration und Langeweile. Anstatt Millionen darauf zu verschwenden, Unmengen an Tieren einzusperren, sollten wir uns für die Erhaltung und Wiedereinrichtung dessen einsetzen, was wir Menschen den Tieren genommen haben: ihren ursprünglichen Lebensraum.