Auf Afghanistan fokussiert
03.08.2009 | 18:20 Uhr 2009-08-03T18:20:00+0200Die Nato ist im Kampf gegen den Terror gebunden.
Der neue Nato-Generalsekretär spielte das gleiche Lied wie sein Vorgänger: Anders Fogh Rasmussen sprach über Afghanistan, als er gestern die Zukunft des westlichen Militärbündnisses skizzierte. So sehr ist die Nato derzeit auf den Kampf gegen die Taliban fokussiert, dass ihre übrigen Aufgaben kaum noch wahrgenommen werden.
Und natürlich hat der Däne an der Spitze des Bündnisses Recht, wenn er darauf hinweist, dass sich im fernen Afghanistan die Lage zuspitzt. Wer aber ernsthaft davon spricht, dass im Anti-Terrorkampf am Hindukusch auch unsere Freiheit verteidigt wird, der weiß, dass ein Abzug der internationalen Truppen aus dem geknechteten Land derzeit keine Alternative ist.
Leidvoll erfährt dies auch die Bundeswehr, die durch tägliche Taliban-Angriffe gebunden, kaum noch für Ruhe im Norden des Landes sorgen kann. Man kann die bittere Wahrheit nicht oft genug aussprechen: Die 4000 Soldatinnen und Soldaten befinden sich im Krieg. Und um diesen heißen, oftmals tödlichen Brei, sollte die deutsche Politik nicht länger herumreden. NRZ
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