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Zwei Verdachtsfälle auf Schweinegrippe in Bielefeld

27.04.2009 | 18:36 Uhr

Bielefeld. Bei den ersten Verdachtsfällen auf Schweinegrippe in Deutschland gibt es offenbar vorsichtige Erntwarnung. Bei einem der Bielefelder Patienten konnte der Verdacht ausgeräumt werden, bei den beiden anderen lieferte der Schnelltest keine Hinweise. Genaue Ergebnisse stehen noch aus.

Am Montag landen Urlauber aus Cancun in Mexico am Düsseldorfer Flughafen. Sie werden von unzähligen Journalisten erwartet, um sie zur Schweinegrippe in Mexico zu befragen. Foto: NRZ

In Nordrhein-Westfalen sind erstmals drei Verdachtsfälle der für den Menschen gefährlichen Variante der Schweinegrippe aufgetreten. Drei Bielefelder, zwei Männer und eine Frau, wurden auf eine Isolierstation im Krankenhaus eingeliefert, weil zunächst der Verdacht bestand, dass sie sich mit der Schweinegrippe infiziert haben könnten, wie eine Sprecherin der Stadt am Montag mitteilte.

Schnelltest liefert keine Hinweise 

Wie die «Neue Westfälische» am Montagabend in ihrer Onlineausgabe berichtete, waren die zwei zunächst erkrankten Männer gerade mit einer fieberhaften Erkältung von einer Mexiko-Reise zurückgekehrt. Damit wurde offenbar die Schwester eines der Reisenden angesteckt. Ein Schnelltest habe bei dem Geschwisterpaar ergeben, dass es nicht an einer Influenza erkrankt sei, sagte ein Kliniksprecher. Gewissheit soll das Ergebnis des molekular-biologischen Nachweises liefern. Bei dem zweiten Reisenden konnte der Verdacht auf Schweinegrippe inzwischen ausgeräumt werden.

In den Apotheken habe es bislang wenige Anfragen gegeben, sagte Lutz Engelen, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein. Es gebe auch keinen Grund zur Panik. Ob sich die aktuelle Schweinegrippe zu einer weltweiten Pandemie entwickelt, könne noch nicht abgesehen werden. Sollte das Robert-Koch-Institut jedoch vor einer Pandemie warnen, starte auch in Nordrhein-Westfalen ein Notfallplan. Medikamente gegen Influenza-Viren, die auch gegen die Schweinegrippe wirken könnten, hätten die Apotheken vorrätig.

Am Flughafen Düsseldorf werden Passagiere aus den betroffenen Regionen mit Plakaten und Handzetteln auf die Krankheit hingewiesen. Dabei würden die Passagiere aufgefordert, beim Auftreten von Krankheitssymptomen umgehend den Arzt oder das Gesundheitsamt aufzusuchen. Diese Maßnahme sei mit dem Gesundheitsamt Düsseldorf abgesprochen. Derzeit kommen in Düsseldorf wöchentlich zwei Maschinen aus dem mexikanischen Cancun an. .

Erster Schweinegrippe-Fall in Europa

Bereits am Morgen wurde bekannt, dass die Schweinegrippe den europäischen Kontinent erreicht hatte. Die spanische Regierung bestätigte am Montag einen ersten nachgewiesenen Fall des H1N1-Virus in Spanien. Betroffen sei ein Mann, der vor kurzem von einer Reise aus Mexiko zurückgekehrt war, erklärte Gesundheitsministerin Trinidad Jimenez in Madrid.

Das Schweinegrippevirus wurde nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums bei einem 23-Jährigen nachgewiesen, der kürzlich von einer Reise aus Mexiko zurückgekehrt war. Zudem gibt es in Spanien 20 weitere Schweinegrippe-Verdachtsfälle. Verdachtsfälle in Europa wurden auch aus Italien, der Schweiz, Großbritannien, Dänemark und Schweden gemeldet. In Frankreich gaben die Behörden vorerst Entwarnung, vier Schweinegrippe-Verdachtsfälle dort erwiesen sich als harmlose Grippe-Erkrankungen.

Nach Einschätzung des Präsidenten des Robert-Koch-Instituts (RKI), Jörg Hacker, ist die Ausbreitung des Erregers «besorgniserregend». Das Virus übertrage sich «sehr schnell» von Mensch zu Mensch. Warum der Erreger in Mexiko vor allem bei jungen Erwachsenen auftrete, sei bislang unklar.

Hacker warnte jedoch davor, «in Panik zu verfallen». Deutschland sei insgesamt gut gerüstet. Die gute Nachricht sei, dass sich die Infektion behandeln lasse, sagte der RKI-Chef. Medikamente, die für Grippe vorrätig seien, schienen wirksam zu sein, wie die amerikanischen Kollegen berichtet hätten. In den USA oder Kanada verlaufe die Krankheit «milder» als in Mexiko. Die Internetseiten des RKI waren am Montag dennoch stundenlang überlastet.

Das Außenministerium in Madrid erließ eine Reisewarnung für Mexiko, nachdem dort mehr als 100 mögliche Todesfälle durch die Schweinegrippe gemeldet wurden. (ap/ddp)

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Kommentare
28.04.2009
12:07
Zwei Verdachtsfälle auf Schweinegrippe in Bielefeld
von zwergenschatten | #9

ja, ja, genau, aber wehe, die medien berichten nicht darüber und die grippe stellt sich hinterher als der würdige nachfolger der spanischen grippe heraus - dann war es erst recht eine verschwörung, um die menschen in sicherheit zu wiegen... mit anderen worten: es ist sowieso eine verschwörung.

also who cares?

27.04.2009
19:07
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von Matthias.Kiesel | #8

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27.04.2009
18:25
Zwei Verdachtsfälle auf Schweinegrippe in Bielefeld
von Meierzwei | #7

Die Schweinegrippe ist ein Thema als sei es extra für die deutschen Medien gefunden worden. Da kommt der sensationelle Angstfaktor voll zur medialen Vermarktung - Haupsache ein dramatisches Scenario. So wie gewohnt, jetzt also Infektionskatastrophe, so wie Klimakatastrophe, Finanz- und Wirtschaftskatastrophe usw. Das mediale Bedürfniss nach Dramatisierung wird selbstverständlich von diversen Politiker in rettender Funktion aufgegriffen und ausgewalzt werden. Wie wärs denn mal mit weniger Panikmache, mit mehr Zuversicht statt die Ängstlichen ins Bockshorn zu jagen oder lohnt sich das nicht? Ständig dieser Hype um irgend eine apokalyptische Gefahr als ob für Ersatzreligionen geworben wird. Der gesunde Menschenverstand leidet dabei offensichtlich.

27.04.2009
18:16
Blockierter Kommentar.
von Matthias.Kiesel | #6

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27.04.2009
18:11
Zwei Verdachtsfälle auf Schweinegrippe in Bielefeld
von SABBEL | #5

ha das ist ein fake !!!

bielefeld gibt es gar nicht !!!

verschwörung !!!

27.04.2009
17:57
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von dumm wie ein linker | #4

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27.04.2009
17:56
Zwei Verdachtsfälle auf Schweinegrippe in Bielefeld
von halu | #3

Es waren Terroristen, die diesen Virus in Umlauf gebracht haben.
Man denke an den 11. September

27.01.2009
19:07
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von Matthias.Kiesel | #2

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27.01.2009
18:16
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von Matthias.Kiesel | #1

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