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Zwei Festnahmen im Fall kino.to nach Razzia bei Werbefirmen

18.07.2012 | 16:09 Uhr
Foto: /dapd/Lija Peter

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum illegalen Internetfilmportal kino.to sind zwei Tatverdächtige festgenommen worden. In Hamburg, Schleswig-Holstein und Bayern seien bereits am 11. Juli die Räume mehrerer Werbefirmen wegen des Verdachts der Beihilfe durchsucht worden, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden am Mittwoch auf dapd-Anfrage.

Dresden (dapd). Im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum illegalen Internetfilmportal kino.to sind zwei Tatverdächtige festgenommen worden. In Hamburg, Schleswig-Holstein und Bayern seien bereits am 11. Juli die Räume mehrerer Werbefirmen wegen des Verdachts der Beihilfe durchsucht worden, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden am Mittwoch auf dapd-Anfrage und bestätigte eine Mitteilung der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU).

Zwei Männer seien wegen des Verdachts auf Beihilfe zu Urheberrechtsverletzungen verhaftet worden, einer sei wieder auf freiem Fuß. Der freigelassene Mann habe sich am vergangenen Montag gestellt und ein umfassendes Geständnis abgelegt, sagte Sprecher Wolfgang Klein. Bei den Razzien seien Unterlagen und Computer sichergestellt worden.

Über das inzwischen verbotene Filmportal waren Filme und Serien abrufbar, die auf den Seiten geschaltete Werbung führte die Nutzer häufig auf Abzockseiten und in Abofallen. Die nun durchsuchten Firmen sollen die illegalen Internetseiten gezielt mit Werbung versorgt haben.

Der Gründer von kino.to war im Mai vom Landgericht Leipzig zu einer Haftstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Zudem muss er an die Staatskasse bis zu 3,7 Millionen Euro abführen, die er über seine spanische Firma mit Werbung bei kino.to verdient hat.

dapd

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