Zu viel Quecksilber in Energiesparlampen
02.12.2010 | 15:02 Uhr 2010-12-02T15:02:00+0100
Berlin.Bis zu 20 Mal höhere Quecksilberwerte als zugelassen: Energiesparlampen schnitten in einem Test des Umweltbundesamtes schlecht ab. Verbraucherschützer fordern Konsequenzen und bringen eine Aussetzung des Glühbirnenverbots ins Spiel.
Das Umweltbundesamt hat vor Gefahren durch das in Energiesparlampen verwandte Quecksilber gewarnt. Wenn eine Energiesparlampe zu Bruch gehe, könne das giftige Schwermetall in die Innenraumluft gelangen, erklärte die Behörde am Donnerstag in Dessau. Eine Stichprobe mit zwei Lampen habe gezeigt, dass unmittelbar nach dem Bruch die Quecksilber-Belastung um das 20-fache über dem Richtwert von 0,35 Mikrogramm pro Kubikmeter für Innenräume liege. Kinder und Schwangere sollten sich deshalb von zerbrochenen Energiesparlampen fernhalten, empfahl das Umweltbundesamt. Durch intensives Lüften sinke die Quecksilbermenge in der Luft aber wieder deutlich ab.
Verbraucherschützer fordern als Konsequenz von der EU-Kommission die Aussetzung des Glühbirnenverbots. Das UBA teilte am Donnerstag mit, Tests mit zerbrochenen Energiesparlampen hätten ergeben, dass die Quecksilberwerte bis zu 5 Stunden lang 20 Mal höher sind als zulässig. „Wenn die Industrie es nicht schafft, bruchsichere und ungefährliche Lampen anzubieten, muss die Glühbirne über den Herbst 2011 hinaus im Handel bleiben“, sagte der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Gerd Billen, in Berlin.
Der vzbv forderte von der Bundesregierung, in Brüssel eine Aussetzung des Verbots zu erwirken, bis für die Verbraucher sichere und praktikable Alternativen auf dem Markt sind. „Es kann nicht sein, dass der Staat ein sicheres Produkt verbietet und durch ein unsicheres ersetzt“, kritisierte Billen.
Ab September 2011 sind auch 60-Watt-Glühbirnen im Verkauf verboten
Nach den Glühbirnen mit 100 und 75 Watt dürfen ab September 2011 auch solche mit 60 Watt nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Die dritte Stufe des Glühbirnen-Verbots bedeute für Verbraucher einen besonders starken Einschnitt, da die 60-Watt-Birnen im Haushalt am häufigsten eingesetzt werden, sagte Billen.
Darüber hinaus fordert der vzbv ein Rückerstattungsrecht für Energiesparlampen, die beim Zerbrechen überhöhte Quecksilberkonzentrationen verursachen. Zugleich müsse das Bundesumweltministerium schnell umfassende Tests durchführen lassen, um sichere Daten zum Gefährdungsgrad zu erhalten.
Das UBA hat bislang nur im begrenzten Umfang zwei Lampentypen testen lassen. UBA-Präsident Jochen Flasbarth sagte: „Die richtige und notwendige Energieeinsparung von bis zu 80 Prozent gegenüber Glühbirnen muss einher gehen mit sicheren Produkten, von denen keine vermeidbaren Gesundheitsrisiken ausgehen.“ (afp/dapd)
18:11
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18:09
Bin ein Künstler und Freund der guten, alten Glühlampe. Suche ständig Ausstellungsmöglichkeiten für meine Kunst.
GLÜHLAMPEN-KUNST = keine Kunst ohne Licht!
siehe: http://www.kunstlampe.wordpress.com
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BERTOLOMEOS aus Rostock
09:49
Das wär mal was Neues, wenn Grüne für den Unsinn, den sie verzapfen Konsequenzen ziehen müssten....
21:20
#19
Warum soll man nicht eine Regierung in diesem Fall unsere Schwarz/Gelbe haftbar machen ? Sie setzen doch die Empfehlungen der EU - Kommission ohne wenn und aber durch. Das Energiesparlampen Quecksilberhaltig sind müßte auch unseren Politiker hinlänglich bekannt sein . Klimaschutz ist wichtig und muß vorangetrieben werden, keine Frage. Aber haben sie sich mal Gedanken gemacht was Quecksilber in Umwelt und am Mensch bei falscher Entsorgung anrichten kann. Quecksilber wird in der nächsten Zeit unter Garantie in der Umwelt und Gesundheitspolitik eine Rolle spielen . Warum werden denn heute Fieberthermometer etc. nicht mehr mit Quecksilber befüllt?
21:16
Zu viel Quecksilber in Energiesparlampen
Ach?
Sind die alle blöd im EU-Parlament?
20:47
Ist doch toll! Der Eisbär soll dank unserer fanatischen Klimarettungsmaßnahmen ein paar Tage länger was von seiner Scholle haben und wir verrecken im Quecksilber!
Über 60 Jahre Frieden scheinen dem Menschen nicht immer so gut zu bekommen wir man vielleicht meinen sollte - die EU mit ihren überwiegend irrwitzigen Regelungen ist das beste Beispiel dafür!!
19:34
Zitat:..Frau Merkel und Co. hätten ja mal beim Elektriker um die Ecke nachfragen können..
Warum Merkel und die CDU immer für den Unsinn haftbarbar machen.
Beschlossen wird der in den EU-Gremien, und da arbeiten viele Parteien an solchen Gesetzen mit. Die geschürte Klimaangst macht alles möglich.
18:54
Hier spiegelt sich Dummheit und Ignoranz unserer Bundesregierung wieder die alles kompromisslos in Gesetze umsetzt was eine EU - Kommission festlegt. Das Energiesparleuchtmittel seit jeher genauso wie die altbekannte Leuchtstoffröhre nicht gerade so ganz unproblematisch zu entsorgen sind ist seit langem bekannt. Frau Merkel und Co. hätten ja mal beim Elektriker um die Ecke nachfragen können.
18:26
Gibt es eigentlich eine seriöse Studie, die die Umweltbilanz von Glühbirnen und Energiesparlampen objektiv vergleicht und zwar unter Einbeziehung aller Energie, die zur Herstellung bzw Entsorgung aufgewendet werden muss? Nicht zu vergessen die Umweltbelastung durch nicht sachgerecht entsorgte Lampen, die im Hausmüll o.ä.landen?
Und in der auch berücksichtigt wird, dass ein Großteil der Leuchtdauer einer Lampe in einer Zeit ist, in der sowieso geheizt wird und die starke Wärmeabstrahlung der Glühbirnen faktisch keine Rolle spielt?
18:15
Energiesparen: ANGEBLICH HUI
Umeltverschmutzung: PFUI...
DANKE, EU...