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Kondome aus der Renaissance

Bochum und Wattenscheid, 22.10.2009, Zeus-Reporter

Zu Besuch auf einer etwas anderen Ausstellung.

Nach 16 Jahren ist nun Schluss. Zwei achte Klassen der Hauptschule Wattenscheid-Mitte (HSWM) besuchten die Wanderausstellung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Aidsprävention und Sexualaufklärung an ihrem letzten Tag in Essen.

Die Ausstellung, die am 19. September endgültig die Türen schloss und verkauft oder aufgelöst werden soll, begeisterte die Schüler und Schülerinnen. Es war eine Ausstellung, die ihnen Wissen vermittelte, aber auch einige Überraschungen und Erlebnisse bereithielt. Die meisten waren sich einig: „So macht Lernen Spaß!"

Jungen, Mädchen und Lehrer wurden zunächst von einander getrennt. Dann ging es unter der Führung von jungen Betreuern los. An mehreren Stationen machten die Jugendlichen durch Anschauungsmaterial und Spiele Bekanntschaft mit den Themen Sexualität, Liebe und Partnerschaft. „Das habe ich alles nicht gewusst, ich bin froh, dass ich das jetzt weiß", meinte nicht nur Serafina, Schülerin der Klasse 8a.

Aids durch die richtige Anwendung eines Kondoms keine Chance zu geben, das lernten alle jungen Besucher an diesem Tag. Außerdem konnten sie sich einen Überblick verschaffen über die gängigsten Verhütungsmethoden. Besonderes Interesse verursachte das kleine Kondommuseum. Es zeigte zum Beispiel, dass Menschen schon im 16. Jahrhundert versuchten, sich mit einfachen „Stoffüberziehern" vor ansteckenden Geschlechtskrankheiten zu schützen.

Während die etwas derben „Steinzeitkondome" eher nachdenkliches Mitgefühl bei den jugendlichen Besuchern auslösten, so sorgte der Volumenbelastungstest für neuzeitliche Präservative noch lange für Heiterkeit. „Wieviel Liter Luft passen in ein Kondom, bis es platzt?" Die Antwort gab es mit einem Knall. 43,9 Liter! Dabei beträgt das vorgeschriebene Fassungsvermögen gerade einmal 18 Liter.

Natürlich gab es auch Gelegenheit, ganz persönliche Fragen los zu werden und zum Abschluss konnten alle Schüler und Schülerinnen sich mit Infomaterial ihrer Wahl eindecken. Schade, dass es diese Ausstellung in Zukunft so nicht mehr geben wird. Die Schüler und Schülerinnen der HSWM hätten sie gern weiterempfohlen.

Justin Arnold

Dominik Dichtl

Sandra Diensberg

Klasse 8a

HS Wattenscheid-Mitte

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