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Gefährliches Spiel ums „Exen"

Bochum und Wattenscheid, 21.10.2009, Zeus-Reporter

Zuviel Alkohol gefährdet besonders Jugendliche.

Für viele Jugendliche ist es „cool", Alkohol zu trinken. Sie prahlen damit, dass sie Bier, Wodka und Sekt „exen". Doch nicht selten bezahlen alkoholisierte Jugendliche einen hohen Preis für ihr Vergnügen. Gesundheitliche Schäden können auftreten, auch zu Todesfällen kam es bereits.

Vor ein paar Jahren ereignete sich zum Beispiel ein Fall in Bochum. Zwei Mädchen konsumierten allein zu Hause unbeobachtet Alkohol. „Ich konnte mich an gar nichts erinnern", beschreibt eines von ihnen heute die Folgen des Abends. Sie erlitt einen sogenannten Filmriss. Eine Tante berichtet, sie habe beide Mädchen nachts orientierungslos auf der Straße herumtorkelnd aufgegriffen.

Doch viele Jugendliche entschuldigen ihre Trunkenheit mit dem ersten Liebeskummer, mit schulischem Stress, Problemen mit den Eltern oder Freunden. Kommt alles vor, aber in den meisten Fällen ist wohl schlichter Gruppenzwang der Auslöser . „Weil alle es machen", diese Aussage hört man sehr oft als Begründung von Jugendlichen. Sie trinken auf der Suche nach fehlender Anerkennung.

Oft treffen sich die Jugendlichen auch auf sogenannten „Flatrate-Partys". Man bezahlt einen bestimmten Preis und kann dann so viel Alkohol trinken, wie man möchte. Dort wird teilweise bis zur Bewusstlosigkeit getrunken, bis der Notarzt kommen muss. Die Folge ist ein stationärer Aufenthalt, nicht selten auf der Intensivstation. Es gibt auch Fälle, da wirkt der Alkohol erst auf dem Nachhauseweg. Auf der Straße fallen die Jugendlichen betrunken in Ohnmacht. Wenn sie nicht rechtzeitig gefunden werden, kann so neben der Alkoholvergiftung auch noch eine Unterkühlung dazukommen.

Die Folgen des übermäßigen Alkoholkonsums sind vielfältig, reichen – je nach getrunkener Menge – von Alkoholvergiftung über Koma bis zur Atemlähmung mit Todesfolge. Auch sind die Folgen oft schwerer als bei Erwachsenen. Bei kleineren und leichteren Körpern ist die Alkoholkonzentration im Blut viel höher. Das heißt, dass die Todeswahrscheinlichkeit bei Kindern höher ist als bei Erwachsenen.

Der Konsum und Missbrauch von alkoholischen Getränken durch Kinder und Jugendliche ist nur möglich, wenn ihnen Erwachsene die Getränke verkaufen. Dabei gibt es klare Regelungen im Jugendschutzgesetz, die genau dies verhindern sollen. Sie müssten nur strenger umgesetzt werden.

Celine Mester, Klasse 8d

Schiller-Schule

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