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US-Politik

Zehntausende demonstrieren gegen Obama

28.08.2010 | 18:50 Uhr

Washington. Ausgerechnet am Jahrestag der berühmtesten Rede des schwarzen Bürgerrechtlers Martin Luther King protestieren in Washington Zehntausende Konservative. Veranstalter ist der rechtspopulistische Moderator Glenn Beck. Auch Sarah Palin mischt mit.

In Washington haben sich Zehntausende konservative Demonstranten zu einer Kundgebung versammelt. Der Organisator der Veranstaltung, der rechtspopulistische Moderator Glenn Beck, erklärte zum Auftakt, die Vereinigten Staaten seien zu lange „durch die Dunkelheit gewandert“. Jetzt sei es Zeit, sich auf die guten Seiten des Landes zu konzentrieren. „Heute beginnt Amerika damit, sich wieder Gott zuzuwenden.“

Zu der Demonstration unter dem Titel „Restoring Honor“ (Die Ehre wieder herstellen) vor dem Lincoln Memorial wurden am Samstag 100.000 Teilnehmer erwartet. Laut Becks Website sollte mit der Veranstaltung Militärangehörigen sowie all jenen Menschen Anerkennung gezollt werden, die „die Gründungsprinzipien (der USA) Anstand, Aufrichtigkeit und Ehre verkörpern“. Die Veranstaltung sei der Moment, „an dem wir die Bürgerrechtsbewegung zurückerobern“, erklärte Beck.

Sarah Palin: „Wir müssen Amerika wiederherstellen“

Auf seine Einladung trat Sarah Palin auf, ein Liebling der Konservativen und mögliche Kandidatin für die Präsidentschaftswahl 2012. Unter den Jubelrufen „USA, USA“ aus der Menge würdigte Palin die amerikanischen Militärangehörigen. In ihrer Rede verglich sie die Demonstranten mit den damaligen Aktivisten, die vor der National Mall Kings Rede hörten. Der gleiche Geist, der die Überwindung von Diskriminierung und Gewalt ermöglicht habe, werde auch den Demonstranten helfen. „Manchmal erscheinen unsere Herausforderungen unüberwindbar“, sagte sie. „Schaut Euch um. Ihr seid nicht allein.“ Palin forderte die Wähler auf, Forderungen nach einem grundlegenden Umbau der Vereinigten Staaten zurückzuweisen. Stattdessen forderte sie: „Wir müssen Amerika wiederherstellen.“

Der prominente Bürgerrechtsaktivist Reverend Al Sharpton sah allerdings keine inhaltlichen Übereinstimmung zwischen der „I Have a Dream“-Rede, in der King die Regierung in Washington aufforderte, die Gleichberechtigung von schwarzen und weißen Amerikanern durchzusetzen, und Becks Botschaft. Die Veranstaltung sei eine gegen die Regierung gerichtete Demonstration, die mehr Rechte für die Einzelstaaten einfordere. King dagegen habe eine starke Zentralregierung verlangt, um die Gleichberechtigung zu garantieren. Sharpton plante für Samstag eine eigene Demonstration mit dem Titel „Reclaim the Dream“ (Rückbesinnung auf den Traum), die in der Nähe des Lincoln Memorial enden sollte.

Veranstalter bezeichnet Obama als Rassisten

Auch Kings Sohn, Martin Luther King III., sah Becks Veranstaltung nicht in der Tradition der Rede seines Vaters. In einem Zeitungsartikel schrieb er: „Mein Vater verteidigte das Recht auf freie Meinungsäußerung. Er wäre der erste, der sagen würde, dass die Teilnehmer an Becks Veranstaltung das Recht haben, ihrer Meinung Ausdruck zu verleihen. Aber der Traum meines Vater schloss hasserfüllte Rhetorik genauso aus wie jede Form von Intoleranz und Diskriminierung aufgrund von Rasse, Glaube, Herkunft, sexueller Ausrichtung oder politischer Überzeugung.“

In seinen Fernseh- und Radiosendungen propagiert der 46-jährige Beck, was er einen auf christlichem Glauben basierenden Patriotismus nennt. Dabei geht er besonders auf verbitterte Konservative und Anhänger der Tea-Party-Bewegung sowie deren Unzufriedenzeit über die Regierung Obamas ein. Der Präsident, so deutet er stets an, sei ein Sozialist. Außerdem unterstellte Beck dem ersten schwarzen US-Präsidenten auch einen „tiefsitzenden Hass auf Weiße“ und nannte ihn einen Rassisten. (apn)

DerWesten



Kommentare
06.08.2012
20:37
Zehntausende demonstrieren gegen Obama
von silera | #25

Das dieser Glenn Beck die Frechheit besitzt und Gott mit ins Spiel bringt einfach anmaßent.Wenn Amerika sich wirklich wieder Gott zu wenden will wer sagt denn das Gott Amerika haben will. Denn soweit ist es mit der Ehre und Anstand und Aufrichtigkeit seitens Amerika nicht bestellt.Siehe Uno Begründung des Irak Krieges, oder Gefangenenlager Guantanamo, oder dem ehrlichen Steuerzahler Mitt Romney.
Oder die Bilder und Folterungen im Irak oder Afghanistan.Anstand ?

06.08.2012
20:17
Zehntausende demonstrieren gegen Obama
von silera | #24

Herzilein
Gehe weiter draußen im Sandkasten spielen und bekämpfe mit Star Wars Puppen den bösen Obama.

29.08.2010
22:16
Zehntausende demonstrieren gegen Obama
von Spock | #23

Sarah Palin hat den bösen Blick.

29.08.2010
21:44
Zehntausende demonstrieren gegen Obama
von Stefan | #22

Stay tough, Barack!

29.08.2010
19:37
Zehntausende demonstrieren gegen Obama
von Herzilein | #21

An Nr. 20

Selbst in der Sonderschule kennt man die Höhe des Rüstungsetats der USA und der hat Rekordniveau, deshalb ist meine Äußerung auch keine Ironie, sondern die bittere Wahrheit. Ironie ist, wenn der Oberbefehlshaber der USA-Streitkräfte den Friedensnobelpreis bekommt. Wer Schulden für Waffen macht und die eigene Bevölkerung zur Sozialspeisung führt, während Frau und tochter Luxusurlaub auf Staatskosten machen, der hat in etwa das Niveua ihres Artikels, weit unter Sonderschule.

29.08.2010
18:53
Zehntausende demonstrieren gegen Obama
von Kikifax | #20

Herzilein
Wenn man Obama in einer dummen unintelligenten Weise als Kriegstreiber bezeichnet, verfehlt das Stilmittel der Ironie seine Wirkung.
Falls Sie es nicht ironisch gemeint haben sollten, oder nicht wissen was das Wort Ironie bedeutet, möcht ich Sie bitten Ihren Sonderschulabschluss nachzuholen.

29.08.2010
17:58
Zehntausende demonstrieren gegen Obama
von hj | #19

Ehre, Vaterland. Patriotismus und dieses ganze blabla sind nur ein letztes aufbäumen. Es gibt genug Historiker welche zahlreiche Parallelen zwischen dem Untergang des römischen und amerikanischen Imperiums entdeckt haben. Geschichte wiederholt sich. Das Geheimnis unserer Erlösung ist die Erinnerung.

29.08.2010
17:34
Zehntausende demonstrieren gegen Obama
von schorsch washington | #18

Die jetzigen Demonstranten, sind das nicht die gleichen Leute, die vor kurzer Zeit noch ihren Messias anhimmelten Yes we can?

29.08.2010
15:29
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #17

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

29.08.2010
13:58
Zehntausende demonstrieren gegen Obama
von Ziggy The USA Connection | #16

# 15 Ich bin ganz Ihrer Meinung.Ich hoffe das Obama bald geht.

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