Wulff eröffnet EKD-Synode
07.11.2010 | 13:17 Uhr 2010-11-07T13:17:00+0100
Hannover.Zum Auftakt der 11. EKD-Synode plädiert Bundespräsident Wulff für ein religiöses Miteinander, das in den Schulen beginnt. Im Mittelpunkt des Treffens steht die Wahl des neuen Ratsvorsitzes, für den der rheinische Präses Schneider kandidiert.
Mit einem Eröffnungsgottesdienst in der Marktkirche in Hannover hat am Sonntag die 11. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) begonnen. Nach dem Rücktritt von Margot Käßmann im Februar stellen sich gleich drei Kandidaten zur Wahl für den 15-köpfigen Rat der EKD. Für den Ratsvorsitz bewirbt sich der rheinische Präses Nikolaus Schneider, der das Amt nach dem Rücktritt Käßmanns kommissarisch übernommen hatte. Außerdem sollen die Gewerkschafterin Edeltraud Glänzer und die Theologie-Professorin Christiane Tietz in das Leitungsgremium der EKD vorrücken. Gewählt wird am 9. November.
Betonung der Glaubensfreiheit
Zum Auftakt der Synode richtete Bundespräsident Christian Wulff ein Grußwort an die versammelten Synodalen. Darin betonte er die Wichtigkeit der Glaubensfreiheit sowie die Möglichkeit junger Menschen, ihren Glauben im staatlichen Religionsunterricht vermittelt zu bekommen. „Für mich ist es selbstverständlich, dass es neben dem klassischen christlichen auch islamischen Religionsunterricht geben sollte - in deutscher Sprache von in Deutschland ausgebildeten Lehrern erteilt“, sagte Wulff. Der Dialog zwischen den Religionen finde nicht allein in klimatisierten Konferenzräumen statt, sondern vor allem an Orten des täglichen Lebens: auf dem Schulhof, auf dem Sportplatz und im Stadtviertel.
Zudem unterstrich Wulff, das erste katholische deutsche Staatsoberhaupt seit mehr als 40 Jahren, die historische Bedeutung des im Christentum verankerten Themas der Nächstenliebe. „Alle Ausgestaltungen des Sozialstaates gehen auch auf Vorstellungen der christlichen Gesellschaftslehre zurück“, sagte der Bundespräsident.
Die Synode der EKD besteht aus 126 Mitgliedern. 106 Synodale werden durch die Synoden der 22 Gliedkirchen gewählt, 20 Synodale beruft der Rat zusätzlich. Dabei werden Personen ausgesucht, die für das Leben der Gesamtkirche und die Arbeit der kirchlichen Werke Bedeutung haben. Neben den Wahlen des neuen Ratsvorsitzenden wird auch der Haushalt für 2011 beraten. (dapd)
13:16
Äh warum überhaupt ... gehört Religion zum Staatsziel?
12:42
Die vielen Kirchenhasser leben wohl sehr unruhig. Trotzdem muss die Kirche den Mut haben, zu politischem Versagen klar Stellung zu beziehen. Gewerkschaften, Umweltverbände etc. tun es auch. Ich wünsche mir eine massive Einmischungder evangelischen und katholischen Kirche. Politisches Unrecht an den Bürgern und der Umwelt muss angeprangert werden. Ob es den Kirchenhassern gefällt oder nicht.
11:17
Unser Bundespräsident wäre besser Priester geworden so sehr beschäftigt er sich mit Religionen.
07:48
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05:40
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23:09
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21:45
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21:21
Die Römer und die Griechen kannten Götter und Gottheiten aber eben nur einen Glauben in dieser Richtung.
Wenn doch allen Menschen klar ist, dass es nur einen Gott geben kann, warum ist es dann nicht möglich, eine oberste Kirche sozusagen für alle Gläubigen schalten und walten zu lassen und die Menschen eben glauben zu lassen, was sie möchten. Ohne das mir der Glaube von oben aufgesetzt wird oder zwingen vorgebetet wird, woran ich zu glauben habe.
Glaube ist etwas zu tiefst spirituelles, jedes Individuum interpretiert ihn anders. Und doch ist der Glaube etwas Allgemeingültiges. Und er sollte dem Frieden dienen und nicht zur Zwietracht aufrufen - oder gar zur Rache, Mord und Krieg.
Glaube sollte beseelen und nicht entseelen. Er sollte Menschen zusammenbringen, sie näher kommen lassen, die Gemeinschaft fördern, zum Verständnis und Toleranz auffordern und fördern - und eben nicht entzweien und Unterschiede festlegen.
19:18
Ich dachte, Herr Wulf nebst Gattin seien immer noch in der Türkei.
17:43
Und schon wieder keine verfassungsgemäß
garantierte Trennung von Kirche und Staat.
Schade, dass es die Sowjetunion nicht mehr
gibt, um uns von diesen Elementen zu befreien.