"Wirtschaftsweiser" Franz: Mindestlohn steht Vollbeschäftigung im Weg
20.11.2011 | 20:00 Uhr 2011-11-20T20:00:00+0100Berlin (dapd). Der "Wirtschaftsweise" Wolfgang Franz kritisiert den Unions-Beschluss zur Etablierung eines allgemein verbindlichen, gesetzlichen Mindestlohns. Ein solcher Mindestlohn würde dem Ziel der Vollbeschäftigung im Wege stehen, sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrats für die Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Zeitung "Die Welt" (Montagausgabe).
Von Vollbeschäftigung spreche man bei einer Arbeitslosenquote von etwa vier Prozent. "Heute sind wir bei rund sieben Prozent, da haben wir noch einiges vor uns", sagte Franz. Wer qualifiziert sei, bekomme derzeit einen Arbeitsplatz. Übrig blieben die schwer zu vermittelnden Langzeitarbeitslosen, die zu einem beachtlichen Umfang gering qualifiziert seien. Ihre einzige Chance auf eine Beschäftigung sei "oft ein niedriger Lohn".
dapd
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