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Wirtschaftsverband BVMW verlangt niedrigere Stromsteuer

27.01.2013 | 07:40 Uhr
Foto: /dapd/Michael Gottschalk

Der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, verlangt eine rasche Senkung der Stromsteuer. Ohoven warnte in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd: "Die explodierenden Energiepreise machen 2013 zu einem kritischen Jahr für den Mittelstand."

Berlin (dapd). Der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, verlangt eine rasche Senkung der Stromsteuer. Ohoven warnte in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd: "Die explodierenden Energiepreise machen 2013 zu einem kritischen Jahr für den Mittelstand." Wenn sich der Preisauftrieb ungebremst fortsetze, gefährde dies die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland.

Ohoven fügte hinzu: "Rund 740 Energieversorger haben zum Jahreswechsel an der Preisschraube gedreht." In den nächsten Monaten komme "ein neuer Preisschub auf die Bürger und Betriebe zu". Die Kosten für Haushaltsstrom in Deutschland lägen aber "heute schon 45 Prozent über dem EU-Durchschnitt".

Ohoven kritisierte, dass der überteuerte Strom hierzulande Kaufkraft und Wachstum koste. Beim Industriestrom seien es rund 20 Prozent mehr als bei den europäischen Nachbarn. Eine Umfrage bei den Mitgliedsunternehmen des Verbandes habe gezeigt, "dass ein Drittel der Mittelständler weniger investieren und sich bei Neueinstellungen zurückhalten wird, wenn der Endkundenpreis weiter steigt".

Notwendig sei auch eine radikale Neuausrichtung der Energiepolitik mit einem "dezentraleren Energiemix". Dies bedeute weniger Kosten für den Ausbau des Übertragungsnetzes, denn der Strom werde dort erzeugt, wo er auch verbraucht wird. Ohoven mahnte: "Das jetzige System ist nicht nur viel zu teuer, sondern schlicht absurd."

Ohoven verwies darauf, dass sein Verband eine Online-Petition beim Bundestag für bezahlbaren Strom gestartet hat. "Die erste Resonanz ist sehr erfreulich. Ich bin daher zuversichtlich, dass wir die erforderlichen 50.000 Stimmen bis zum 14. Februar schaffen." Bei der Online-Petition könne jeder Bürger und jeder Unternehmer unterzeichnen. Dies gehe "am einfachsten über die Startseite www.bvmw.de - von dort führt ein Link zur Petition".

dapd

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