EU plant höhere Zigaretten-Mindeststeuer
Brüssel. Raucher müssen damit rechnen, dass sie in Zukunft in den benachbarten Tabak-Einkaufsparadiesen in Europa kräftiger zur Kasse gebeten werden. ...
Raucher müssen wohl bald in manchen Ländern tiefer in die Tasche greifen - in Deutschland aber nicht. (Foto: ddp)
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... Denn in der Europäischen Union wird eine kräftige Erhöhung der Mindeststeuern auf Zigaretten, Zigarren und Feinschnitt vorbereitet.
Das EU-Parlament wird diese Woche eine Erhöhung auf mindestens 1,50 Euro pro 20-er-Päckchen ab 2014 zustimmen. Die EU-Kommission fordert sogar 1,80 Euro.
Für den Kauf von Zigaretten in Deutschland spielt das zwar keine Rolle - hierzulande zahlen die Kunden schon heute mehr Tabaksteuern.
Für Deutschlands Raucher hätte der EU-Vorstoß dennoch Auswirkungen. Denn viele von ihnen versorgen sich regelmäßig im benachbarten EU-Ausland mit billiger Ware.
Ob auf dem Rastplatz in Luxemburg oder am Kiosk in Polen - vielerorts decken sich Bundesbürger ein. Viele ignorieren dabei sogar, dass nach EU-Recht nur kleine, "haushaltstypische" Mengen mitgenommen werden dürfen.
Teils enorme Steuer-Unterschiede Noch sind die Steuer-Unterschiede enorm. In Polen liegen die Steuern pro Packung um fast zwei Drittel unter den deutschen, in Spanien um knapp die Hälfte. Wenn die EU-Regierungen mitspielen, wird sich das bald ändern. Setzt sich die EU-Behörde mit ihrem Vorschlag durch, steigen die Tabaksteuern in der Spitze um 46 Prozent.
Ziel ist es, durch die Anhebung der Steuern jeden zehnten Raucher zum Aufhören zu bewegen. In Europa sind jedes Jahr 650 000 Todesfälle auf Tabakkonsum zurückzuführen.


























