Winterchaos bei der Bahn ist hausgemacht
07.01.2011 | 10:53 Uhr 2011-01-07T10:53:00+0100
Düsseldorf.Der Fahrgastverband Pro Bahn NRW fordert die Bahn auf, wichtige Fahrplanänderungen in den Sommer zu verlegen. Das Chaos im Dezember hänge nicht zuletzt mit der Einführung des neuen Winterfahrplans zusammen.
„So schlimm wie im Dezember war es noch nie, und das hat nicht nur etwas mit dem Wetter zu tun“, sagt Lothar Ebbers von Pro Bahn NRW. „Jeder weiß: Veränderungen im Fahrplan bringen Anlaufschwierigkeiten. Wenn dazu noch Schnee, Eis und das erhöhte Fahrgastaufkommen zum Jahresende dazukommen, gibt es erhebliche Probleme“, so Ebbers.
So hätten zum Beispiel die Triebfahrzeuge für den Rhein-Sieg-Express zwischen Aachen und Siegen zum Fahrplanwechsel noch keine Zulassung gehabt. „Es mussten zwei Lokomotiven pro Zug eingesetzt werden, und so war die Reserve schon verplant.“
Europaweiter Pflichttermin
Pro Bahn hält es für sinnvoll, einige wichtige Änderungen auf den „kleinen Fahrplanwechsel“ im Juni zu legen. Große kommunale Verkehrsbetriebe wie die Bochumer Bogestra, die Essener Evag, die Duisburger DVG und die Rheinbahn in Düsseldorf würden ihre Angebote lieber mitten im Jahr umstellen. Ebbers: „Die meisten Mitglieder im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) verzichten auf einen Fahrplanwechsel im Dezember.“
Die Umstellung im Dezember ist für die Bahn allerdings ein Pflichttermin, denn seit einigen Jahren haben sich die Bahnen europaweit darauf geeinigt.
Nur im Tunnel gefahren
Pro Bahn NRW wirft vielen kommunalen Verkehrsbetrieben im Ruhrgebiet vor, sich nicht ausreichend auf extreme Wetterlagen vorbereitet zu haben. Ebbers: „Es ist offensichtlich, dass es keine guten Notfall-Einsatzpläne gibt. Eigentlich darf es nicht sein, dass Tage nach dem Schneefall immer noch keine Bahnen unterwegs sind. Besonders groß waren die Probleme in Mülheim und Essen, wo einige Straßenbahnlinien ausfielen, in Essen wurde nur noch in den Tunneln gefahren.“
16:30
Wie war das nur vor der Privatisierung der Bahn? Kamen die Züge etwa pünktlich? Nicht immer aber sicher öfter als heute, obwohl auch in frühren Zeiten Eis, Schnee, Laub und Hitze den Verkehr behinderten! Wie haben die es eigentlich früher gemacht? Wie wohl .....?
16:08
Wer erinnert sich ?.
Alle reden übers Wetter, wir nicht.
Ein alter Werbespruch der Bahn.
Es gab eine Zeit in unserem Land, da hat die Bahn funktioniert.
Züge waren Pünktlich.
Man konnte seine Uhr nach der Bahn stellen.
Es wurde bei der Bahn noch Deutsch geredet, ja wirklich.
Da gab es noch keine Servicepoints oder ähnliches.
Auch konnte man wahlweise im Zug überwechseln in die 1. Klasse.
Die Zugbediensteten waren durchweg Freundlich !
Dann kam die Zeit des Wandels.
Aus der Bundesbahn wurde die Bahn AG und es war nun vorbei .
Züge wurden unpünktlich, man fing an Personal einzusparen, usw.
Die Fahrpreise gingen nur noch nach oben und das Angebot nur noch runter.
U.s.w.
Das gibt es nicht nur bei der Bahn.
Im Privatisierungs und Börsenwahn der Profitgesellschaften geht alles mehr oder weniger den Bach runter.
Als beispiel könnte man hier auch die Post nennen, da ist es ähnlich wie mit der Bahn.
15:16
das einzige, was einen reibungslosen betrieb aufhält sind die kunden, sagen wir in der versicherungsbranche zumindest gerne hehe
naja, zurück zum thema: wenn der bahnchef schon von sich selber aus sagt (vor ca. 2-3 wochen), dass ein reibungsloser betrieb bei diesen witterungsverhältnissen nicht wirtschaftlich sei, sagt das glaube ich alles aus und bedarf auch keiner weiteren diskussion mehr
15:10
Jammerlappen! Setzt euch doch alle in euer Auto, ab in den Stau und zahlt auch noch das n-fache dafür.
Ich fahre täglich Bahn und habe keine grossen Probleme. Und wenn doch: Shit happens! Gutes Buch lesen und abwarten.
14:54
Der größte Feind der Bahn:
Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
13:16
Fahrt doch alle mach nach Indien!
13:10
Hat dieser Artikel nicht schon mal vor gut zwei Wochen hier gestanden?
Aufgewärmtes schmeckt nicht.
13:10
@carlos_123:
Sie sollten sich ganz schnell bei Bohlen, Jauch oder Gottschalk bewerben, notfalls bei Kerner. So ein Phänomen, wie Sie es darstellen, muss einfach werbewirksam vermarktet werden!
13:04
Meine Herren - Sie wohnen in einer Gegend, die ein einziger Sozialfall ist. Bergbau, Karstadt, Nokia, Opel, Arbeitslosigkeit bis zum Abwinken, die Städte sind pleite ... das einzige, was im Westen noch einigermassen funktionert ist die Bahn. Ich bin in den Pott gezogen und benutze regelmäßig den RE1 und fahre damit am A40-Stau vorbei. Funktioniert zuverlässig, ist fast immer pünktlich. Die RE und S-Bahnen sind fast neu. Die Taktdichte ist hervorragend. Was genau ist das Problem? Vor allem verglichen mit dem Rest?
12:56
Aha. Diesmal weder Blätter, umgeknickte Bäume, Blitzeis, urlaubsreife Lokführer oder Störung am Triebfahrzeug. Jetzt wird auch noch der neue Fahrplan zum Sündenbock gemacht. Das ist billig und unter dem Niveau der Bahn, und dabei sind die wahren Gründe doch so offensichtlich: Schuld an dem ganzen Debakel haben allein die Typen, die rund um die Uhr auf den Bahnsteigen rumhängen und unbedingt irgendwo hinwollen. Und abends haben sie sich anders entschieden und wollen natürlich wieder zurück.
Warten wirs ab. Wenn wir die noch ein paar Jährchen so nerven wie bisher, wird sich das Problem wie von selbst lösen. Und dann fährt die Bahn endlich in die Gewinnzone. Kopenhagen-Thessaloniki mit Ganzzügen bringt Kohle, Wuppertal-Hagen hält nur auf. So einfach ist das.