Wieder Paketbombe in Rom gefunden
27.12.2010 | 11:44 Uhr 2010-12-27T11:44:00+0100Rom.Schon zum zweiten Mal binnen weniger Tage sorgen Paketbomben für Terrorangst in Rom. Vier verdächtige Pakete wurden in Botschaften gefunden, in der griechischen Botschaft fand sich tatsächlich eine Bombe.
In der griechischen Botschaft wurde am Montag eine Paketbombe entdeckt. Der Sprengsatz konnte aber entschärft werden, bevor er Schaden anrichtete. Die Sicherheitsvorkehrungen in den Botschaften waren verschärft worden, nachdem am vergangenen Donnerstag bei Paketbombenanschlägen auf die schweizerische und chilenische Vertretung in Rom zwei Menschen schwer verletzt worden waren.
Ein Sprecher des griechischen Außenministeriums erklärte, das Gelände sei geräumt worden. Niemand sei verletzt worden. Polizei und Sprengstoffexperten waren im Einsatz.
Auch aus den Botschaften Venezuelas, Monacos und Dänemarks wurden am Montag verdächtige Pakete gemeldet. Diese Berichte stellten sich jedoch als falscher Alarm heraus. „Wir gehen in dieser Situation kein Risiko ein“, erklärte das dänische Außenministerium. Die Botschaft war vorübergehend evakuiert worden.
Anarchistischer Bund bekannte sich
Die schwedische Botschaft wurde nach Angaben des Stockholmer Außenministeriums aus nicht näher erklärten Sicherheitsgründen geschlossen. Eine Paketbombe sei dort bislang nicht gefunden worden, hieß es.
Zu den Anschlägen am Donnerstag hatte sich eine anarchistische Gruppe aus Italien mit dem Namen Informeller Anarchistischer Bund (FAI) bekannt. Medienberichten zufolge war in einem der an beiden Tatorte gefundenen Bekennerschreiben der Name Lambros Fountas erwähnt, eines griechischen Anarchisten, der im März bei einer Schießereien mit der Polizei getötet wurde. Die in der griechischen Botschaft entdeckte Paketbombe ähnelte laut Polizei denjenigen, die in den Vertretungen der Schweiz und Chiles explodiert waren.
In den vergangenen Tagen wurde mehrmals Alarm wegen verdächtiger Pakete ausgelöst, der sich später als falsch erwies. Die Sicherheitsvorkehrungen waren daraufhin erhöht worden. Diesem Umstand ist es vermutlich zu verdanken, dass die Bombe in der griechischen Botschaft keinen Schaden anrichtete.“
Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen
Es herrschten bereits erhöhte Sicherheitsvorkehrungen in der griechischen und in anderen Botschaften“, sagte der Sprecher des griechischen Außenministeriums der Nachrichtenagentur AP. „Deshalb waren auch die Regeln klar, die befolgt werden müssen. Die Sache liegt nun in den Händen der italienischen Polizei.“Botschafter Michalis Kambanis erklärte später, der verdächtige Brief sei an die Botschaft adressiert gewesen und gegen 10.30 Uhr entdeckt worden. „Wir haben sofort die Carabinieri informiert, die innerhalb von drei Minuten eintrafen“, sagte er. Die Bombe sei später von Fachleuten entschärft worden.
Vor dem Botschaftsgebäude wimmelte es nach der Entdeckung von Polizisten, Carabinieri und Feuerwehrleuten. Die Straße in dem Wohnviertel Parioli blieb für den Verkehr geöffnet. (dapd)
11:18
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17:30
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16:05
Viva la Anarchia!
15:26
Na wenn die Pakete nur wurden, dann kann man doch nicht.
12:29
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