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Wetterdienst sieht für die nächsten Tage viel April-Wetter

15.07.2011 | 12:05 Uhr
Wetterdienst sieht für die nächsten Tage viel April-Wetter
Wolken und Sonne - der Sommer kommt im Juli über NRW nicht mehr in Gang, glauben Meteorologen. Die Wetterstatistik zeigt aber auch, dass der Monat bisher trotz häufigem Grau-in-Grau-Wetter in Punkto Wärme leicht über dem Durchschnitt liegt. (Foto: dapd)

Essen.   Der meteorologische Sommer hat diesen Samstag ‘Bergfest’ - doch das Wetter ähnelt dem April. Freitag und Samstag sollen sonnig werden, aber schon ab Samstag-Abend dürfte Regen nahen. Auch der Wochenbeginn wird kühl und regnerisch.

Wer diesen Samstag in NRW ein Gartenfest plant oder auf Balkon oder Terrasse zur Grill-Party lädt, sollte nicht zu sehr auf Sonne hoffen. Die Wetteraussichten sind mau. Der heutige Freitag wird zunehmend freundlich. Auch der Samstag soll recht sonnig beginnen. Aber am Samstagabend soll von West-Nordwest Regen nahen. Und für die nächsten Tage macht man beim Wetterdienst Meteomedia in Bochum auch nicht viel Hoffnung auf Hochsommer zwischen Rhein und Weser: „Im restlichen Juli ist bei uns eher April-Wetter angesagt“, meint Experte Oliver Klein.

Auch der Wochenbeginn wird eher regnerisch, sagt man bei Meteomedia voraus: Montag und Dienstag ist mit Gewittern zu rechnen. Die Temperaturen pendeln um die 20-Grad-Marke. „Höher hinaus wird es bei uns im Juli nicht mehr gehen“, glaubt Meteorologe Klein. Kein schöner Start für Großveranstaltungen, wie etwa die Rheinkirmes in Düsseldorf die am Freitag eröffnet wurde.

Wer Sonnencreme-Wetter sucht, müsse laut Meteomedia derzeit in den Balkan reisen, auch in Mittel- bis Süditalien, Südfrankreich, Spanien und Portugal brennt die Sonne vom Himmel, wo man es in NRW nur durch die Wolken schimmern sieht. Tagestemperaturen in Süd-Europa: um die 35 Grad. Wettergrenze in Europa sind aktuell die Alpen; nördlich davon ist das Wetter durchwachsen. Der Grund: Ein Hochdruckgebiet über den Azoren im Atlantik ist zu weit weg von Mitteleuropa, um warme Luft hierher zu treiben. Gleichzeitig sorgt ein Hoch über Russland dafür, dass kühle, freuchte Luft aus Norden zu uns strömt.

Sonnenanbeter sollten Nörvenich aufsuchen

Statistisch aber ist der Juli derzeit gar nicht so schlecht wie man meinen könnte, heißt es beim Deutschen Wetterdienst in Frankfurt/Main. „Es ist insgesamt noch kein zu kühler Sommer“, sagt Gerhard Müller-Westermeier aus der DWD-Abteilung Klimaüberwachung. Am morgigen Samstag endet die erste Hälfte des Sommers - jedenfalls nach Rechenart von Meteorologen. Für die startet der Sommer am 1. Juni und endet am 31. August. "Weil es in diesem Zeitraum in Deutschland am wärmsten ist", erklärt Müller-Westermeier. Derzeit zeige die Wetterstatistik, dass Juni und Juli jeweils bei den Temperaturen sogar leicht über den Durchschnittswerten liegen.

Und wie sieht es in punkto Regen aus? Da ist der Juli bundesweit sogar noch ziemlich trocken. Im Ruhrgebiet etwa hat es in den ersten zwei Juliwochen erst um die 20 Prozent des Niederschlags gegeben, der durchschnittlich im Juli gemessen wird. In Köln liegt der Wert aktuell sogar nur bei 10.7 Prozent; in Bonn gar bei 5.9 Prozent. Ganz anders ist die Situation in Sachsen oder Brandenburg: "Dort wurde an einigen Mess-Stellen bereits jetzt der nasseste Juli aller Zeiten gemeldet", berichtet Gerhard Müller-Westermeier.

Sonnenanbeter sollten in NRW derzeit Nörvenich bei Köln aufsuchen. Die Chance, dass sich dort die Sonne zeigt, ist jedenfalls derzeit an keinem Ort in NRW größer: 100 Sonnenstunden haben die Wetterstatistiker dort seit Monatsbeginn registriert - das sind 53 Prozent des Durchschnittswerts. Zum Vergleich: Ganz NRW liegt derzeit bei 40 Prozent Sonnenscheindauer, Essen ist mit 42 Prozent sogar leicht über dem Durchschnitt.

Sommermärchen-Wetter wie zuletzt im Sommer 2006 ist für dieses Jahr nicht mehr zu erwarten, jedenfalls nicht im Juli, ist man sich bei DWD und Meteomedia einig. Wie der August wird, steht aus Sicht der Prognosen ziemlich in den Sternen. Ein Jahrtausendsommer wie 2003 ist wohl für den August 2011 eher unwahrscheinlich, aber: „Die Hitzerekorde - mit über 40 Grad in Karlsruhe und Freiburg - wurden damals im August gemessen“, sagt DWD-Klimakenner Müller-Westermeier. Andererseits: Der Sommer 2010 war schön im Juni - doch die Statistik notierte damals den nassesten August seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881.

Dagobert Ernst

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Kommentare
15.07.2011
15:45
Wetterdienst sieht für die nächsten Tage viel April-Wetter
von bartie011 | #8

Das mit dem Siebenschläfer hat ja auch toll geklappt dieses Jahr...

15.07.2011
14:29
Wetterdienst sieht für die nächsten Tage viel April-Wetter
von tiptel160 | #7

Erderwärmung und bitte nach dem ausrasten mal den Unterschied zwischen Klima und Wetter lernen.

15.07.2011
14:11
Wetterdienst sieht für die nächsten Tage viel April-Wetter
von Vanagas | #6

Hörnse ma ,
12 ° C , Sturm und Regen
sind jez nicht wirklich Erd - erwärmung .

Ich übbalech schon das Ofen widda anzuwerfen !

15.07.2011
13:59
Wetterdienst sieht für die nächsten Tage viel April-Wetter
von mike47441 | #5

@Vangas:

- Erderwärmung! -

Wünsche fröhliches Ausrasten... ;-)

15.07.2011
13:47
Wetterdienst sieht für die nächsten Tage viel April-Wetter
von Zebra1982 | #4

Kann man nicht mal mit so Silberiodid-Flugzeugen nachhelfen? Sonst wird doch auch für alles geld ausgegeben.

15.07.2011
13:47
Wetterdienst sieht für die nächsten Tage viel April-Wetter
von Vanagas | #3

Wenn mir jetzt wieder einer mit der Erderwärmung kommt raste ich aus . . .

Der wievielte Sommer in meinem bisherigen Leben der complett ausfällt ?

15.07.2011
13:44
Wetterdienst sieht für die nächsten Tage viel April-Wetter
von Emagic | #2

Ich glaube nicht mehr, das der Sommer dieses Jahr tropisch, heiß oder ähnliches wird. Leider sind die Sommerferien dieses Jahr sehr spät, wenn die Kids wieder in die Schule müssen, ist ja schon September und fast Herbst. Wir hatten unseren diesjährigen Sommer wohl im Mai und das wars -;-

15.07.2011
12:58
Wetterdienst sieht für die nächsten Tage viel April-Wetter
von MeidericherJung | #1

Naja, die Sommerferien beginnen ja erst in einigen Tagen, vielleicht haben meine Kinder Glück mit dem Wetter. Für die, die zu Hause bleiben.

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